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Ischelandhalle - Ausbau-Vorschlag auf dem Tisch

05.05.2009 | 20:01 Uhr
Ischelandhalle - Ausbau-Vorschlag auf dem Tisch

Die Ischelandhalle, die Kosten für deren Sanierung 2008 und ihr geplanter Ausbau zu einer bundesligatauglichen Spielstätte standen bei der Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses im Fokus.

Dabei machte Baudezernent Thomas Grothe deutlich, dass für eine Erweiterung der Ischelandhalle aus Mitteln des Konjunkturpakets II eine Grundgesetzänderung (Artikel 104b) Voraussetzung ist, die nach Zustimmung durch den Bundesrat Ende Juni in Kraft treten könnte. „Wir haben einen ersten Vorschlag auf dem Tisch, wie eine neue Ischelandhalle aussehen könnte”, erklärte Grothe vor einem Übersichts-Plan. Demzufolge würde die Halle, so Grothe, „mit drei Koffern ergänzt werden, die an den bestehenden Baukörper angedockt werden”. Die bisherige Haupttribüne bliebe erhalten, hinter den beiden Teleskoptribünen und über dem Geräteraum-Bereich in Richtung THG-Aula entstünden weitere Zuschauerblöcke, so dass künftig 3100 Besucher in der Spielstätte Platz finden würden. Diese Maßnahme allerdings steht unter dem Vorbehalt der vorgesehenen Grundgesetzänderung, mit der die Kommunen größeren Spielraum beim Einsatz der Konjunkturpaket-Mittel erhalten sollen. 3,6 Millionen Euro aus diesem Topf werden für die Ischelandhallen-Erweiterung veranschlagt, davon soll die Phoenix GmbH den bei 12,5 Prozent liegenden städtischen Eigenanteil - also 450 000 Euro - übernehmen. Weitere 3,3 Millionen Euro sind für die grundlegende Sanierung der Halle, deren Betriebserlaubnis Mitte 2010 erlischt, vorgesehen. Davon sind 900 000 Euro für energetische Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket vorgesehen, 2,4 Millionen stammen aus ohnehin für die Instandhaltung vorgesehenen Rückstellungen. „Die Ischelandhalle ist der wesentliche Sportbestandteil des Konjunkturpakets”, betonte Grothe, man wolle nun kurzfristig Planungsaufträge vergeben. Ziel sei, dass zur Sommerpause der Bauantrag gestellt sei. Da der Bundestag in erster Lesung bereits Ende März die Grundgesetzänderung beschlossen habe, drängte der Ausschussvorsitzende Hans-Dieter Fischer zur Eile: „Ich kann der Verwaltung nur anraten: Nun legt mal los.” Indes verwies Grothe darauf, dass jede Maßnahme mit der Bezirksregierung abzustimmen sei. Man könnte zwar schon im Vorgriff auf die Grundgesetzänderung handeln, trage dann aber auch das Risiko allein. Die bereits im Sommer 2008 vorgenommenen, vor allem im Brandschutz notwendigen Sanierungs-Maßnahmen an der Ischelandhalle und deren Verbuchung hatten zuvor für einhellige Empörung gesorgt. Denn die Kosten von 472 000 Euro werden nach dem Haushaltsplanentwurf für 2009 ausschließlich aus Mitteln der Sportpauschale bestritten. „Die können doch nicht einfach in diesen Topf greifen und uns fehlen die 472 000 Euro”, ärgerte sich Ellen Neuhaus (CDU), SPD-Sprecher Friedhelm Tenne ergänzte: „Das passt zum aktuellen Stellenwert des Sports.” Klärungsbedarf ist vorhanden, wobei Dezernent Christian Schmidt betonte, dass die Verfügungsgewalt über die Sportpauschale beim in dieser Frage nicht konsultierten Sportausschuss liege.  Da die Mittel aus der Sportpauschale - je nach Rechnung sind 2009 zwischen 923 000 Euro und 1,4 Millionen noch nicht verplant - weiter nicht für vereinseigene Anlagen verwendet werden dürfen, empfahl der Ausschuss dem Rat, dass bei einer Grundgesetzänderung Konjunkturpaket-Mittel für diese Zwecke nicht ausgeschlossen werden sollten. „Reines Wunschdenken”, fürchtet indes Tenne, „dass nach der Sportpauschale mit dem Konjunkturpaket ein weiteres Programm an den Klubs mit vereinseigenen Anlagen vorbeirauscht.” Ohnehin bleibt das Thema Sparen auch beim Sport auf der Tagesordnung, nachdem die Zukunftskommission hier ein Potential von drei Millionen fordert. Auf einen Vorschlag in Höhe von 700 000 Euro, so Dezernent Schmidt, habe man sich mit dem Stadtsportbund für das erste Sparpaket mittlerweile geeinigt, der dem Verwaltungsvorstand nun vorgelegt wurde.

Axel Gaiser

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