In Ischelandhalle finden künftig 1800 Fans Platz Nach Sanierung dank Nottreppen höhere Zuschauerkapazität
19.06.2008 | 18:37 Uhr 2008-06-19T18:37:58+0200Ischeland. (-mw-) Die Zweitliga-Basketballer von Phoenix Hagen dürfen bei den Heimspielen der kommenden Saison auf die Unterstützung von 1800 Fans hoffen. ...
... Mit der provisorischen Sanierung der Ischelandhalle während der Sommerferien entstehen nämlich auf der Tribünenseite zwei zusätzliche Fluchtwege, so dass die Publikumskapazität der Sportstätte wieder auf die in den 60er Jahren ursprünglich genehmigte Zahl erhöht werden kann. Dies bestätigte gestern Karl-Hermann Kliewe, Werkleiter der Gebäudewirtschaft Hagen (GWH). Einzige Unwägbarkeit: Das städtische Bauordnungsamt muss den Umbau bei der für den 10. August geplanten Abnahme entsprechend genehmigen.
Für insgesamt 420 000 Euro werden die marode und sicherheitstechnisch kritische Sportstätte sowie die angrenzende THG-Aula in der Sommerpause notdürftig saniert, um dort zumindest für zwei Jahren den Weiterbetrieb zu sichern. Seit 1992 ist die Ischelandhalle offiziell nur noch für 1690 Zuschauer zugelassen. Ursache für die Reduzierung um 110 Plätze waren neue gesetzliche Vorschriften, nach denen die Flucht- und Rettungswege in der Halle nicht mehr für die Maximalzuschauerzahl ausreichten. Durch die beiden neuen Nottreppen, die auf Spielfeldniveau unter der Haupttribüne ins Freie führen sollen, können ab der Saison 2008/09 wieder 1800 Basketball-Fans Platz nehmen und somit die für die Pro-A-Liga ab 2009/10 angestrebte Mindestkapazität gerade erreicht werden.
Die weitere Zukunft der Ischelandhalle steht ansonsten in den Sternen. Sollte angesichts der Sparbeschlüsse des Rates sowie der von der Bezirksregierung soufflierten Investitionsprioritäten das Großsporthallenprojekt endgültig gestorben sein, müsste der Rat einen neuen Beschluss zur nachhaltigen Restaurierung der Ischelandhalle fassen. Dafür stehen aus dem städtischen Eigenanteil für das ursprünglich angedachte Großsporthallenprojekt immerhin noch drei Millionen aus dem städtischen Gebäude-Unterhaltungstopf zur Verfügung. Die übrigen zwei Millionen Euro aus der Sportpauschale drohen hingegen dem Rotstift des Mentors zum Opfer zu fallen.

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