Ikea-Mitarbeiter verhökerte Computer der Firma
27.04.2011 | 15:35 Uhr 2011-04-27T15:35:00+0200
Düsseldorf.Markenzeichen des Möbelhauses Ikea ist die Selbstbedienung. Ein Mitarbeiter nahm das aber zu wörtlich: Er bediente sich an der Bürotechnik seiner Firma und verhökerte sie im Internet. Jetzt verurteilte das Amtsgericht den Elektroniker und Familienvater (35) wegen gewerbsmäßigen Diebstahls zu vier Monaten Haft auf Bewährung.
Computer, Bildschirme, Zubehör und sogar Computerkassen - Technik im Wert von insgesamt rund 15 000 Euro ließ er mitgehen. Auf die Idee war er gekommen, als während des Umbaus diverse Geräte aussortiert wurden: „Das war ein Riesenchaos damals“, erinnerte sich der Angeklagte. „Es landete jede Menge in der Tonne. Da dachte ich, ob’s weggeschmissen wird oder ich das mitnehme, macht keinen Unterschied.“
So habe es angefangen, doch es blieb nicht dabei. Später nahm er sich auch Dinge, die noch nicht aussortiert waren. „Da war man in einer Spirale“, gab der 35-Jährige kleinlaut zu. Inzwischen tun ihm seine Diebstähle leid: „Das war ein Fehltritt.“
Als sein illegaler Privathandel auffiel, hat er ein notarielles Schuldeingeständnis unterschrieben, muss jetzt 20 000 Euro in Raten abzahlen, 1320 Euro hat er bereits überwiesen. Einen Teil seiner Beute konnte er noch zurückgeben, so dass der tatsächliche Schaden nach Ansicht des Gerichts bei 7200 Euro lag.
Das Gericht honorierte sein Geständnis und seine Anstrengung um Wiedergutmachung, verhängte daher eine milde Strafe. Da er als verheirateter Vater von zwei Kindern in stabilen Verhältnissen lebe, auch wieder arbeite, könne die auch zur Bewährung ausgesetzt werden. Das Urteil ist rechtskräftig.

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