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Hinter die Zahlen schauen

05.09.2012 | 17:28 Uhr

1000 Arbeitsplätze pro Logistikzentrum und weitere 2000 Kräfte fürs Saisongeschäft. Da kann jeder, der sich um das Wohl seiner Stadt Gedanken macht, nur freuen. Zu Recht: Jeder Einzelne, dem der Sprung aus der Arbeitslosigkeit gelingt, ist ein Erfolg – für die Statistik, und vor allem für die persönliche Perspektive und Lebensgestaltung.

Anstrengende Arbeit auf Dauer ausführen zu können, setzt jedoch voraus, dass man am Arbeitsplatz auch Wertschätzung erfährt. Darauf warten die Mitarbeiter bei Amazon jedoch vergebens. Die Verantwortlichen aus Politik und Behörden tun gut daran, nicht nur zu jubeln, wenn Amazon ruft, sondern auch hinter die Kulissen zu blicken. Zugegeben, der Einfluss ist beschränkt. Der letztlich erfolgreiche Protest gegen die „kostenlosen Praktika“ bei Amazon zeigt, dass sich etwas bewirken lässt.

Katja Sponholz

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Kommentare
06.09.2012
06:57
Nicht umsonst holt sich Amazon Langzeitarbeitlose!
von DerRheinberger | #1

Denn diese haben einen ungeheuerlichen Druck im Nacken. Gemeint sind die Schikanen und Leistungssperrungen der Argen. Wer nicht spurt, darf wieder gehen und bekommt dann die geballte Macht der "Arbeitslosenverwaltung" zu spüren.

Das ist das wahre Gesicht der sozialdemokratischen Arbeitsmarktreformen. Doch die Villen in der Toskana sind zu weit weg, um das angerichtete Elend in Deutschland zu sehen!

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