Hilfe, mein Hund frisst nicht mehr!
02.06.2009 | 00:16 Uhr 2009-06-02T00:16:00+0200
Essen. Was ist zu tun, wenn der Hund nicht mehr fressen will? Um dieses und andere Probleme kümmern sich die Tierärzte Dr. Gmeiner und Dr. Höptner in unserer wöchentlichen Online Sprechstunde.
Frage: Mein Kaninchen hat seit einiger Zeit in seiner Pupille einen weißen Fleck. Es sieht fast aus als würde er erblinden. Das andere Auge ist normal und er verhält sich auch ganz normal (es trinkt, isst und hoppelt). Was kann das sein? Ist es was Ernstes?
Helmut Gmeiner ist Fachtierarzt für kleintiere. Er studierte Tiermedizin an der LMU München. 1991 erhielt er seine Approbation als Tierarzt.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind "Orthopädische Chirurgie" und "Augenheilkunde".
Antwort: Ein weißer Fleck im Bereich der Pupille klingt nach grauem Star (Katarakt). Es handelt sich hierbei um eine Eintrübung der transparenten Linsenanteile. Die Linse wird milchig trüb und hat dadurch eine bedingte Beeinträchtigung des Sehvermögens zur Folge . Ursächlich hierfür können Stoffwechselprobleme, Verletzungen oder aber auch angeborene Fehlbildungen sein. Eine Therapie ist nur operativ möglich, obgleich ein Hauskaninchen mit reduziertem Sehvermögen in seiner gewohnten Umgebung sicherlich gut zurecht kommt. Differenzialdiagnostisch sollte ein Hypopyon (eitriger Erguß in der Vorderkammer) und ein Hornhautschaden mit Ödembildung, von einen ophthalmologisch versierten Tierarzt ausgeschlossen werden.
Frage: Meinem Labrador ist vor vier Wochen operativ ein Fremdkörper aus dem Darm entfernt worden. Nach dem Aufenthalt in der Tierklinik hat er zunächst nur wenig, später fast nichts mehr gefressen. Er findet sein Futter sehr interessant, frißt aber nicht aus dem Napf, sondern nur außerhalb des Hauses aus der Hand oder auf Zuwurf. Er scheint geradezu Angst vor dem Fressen zu haben.
Antwort: Die vor vier Wochen stattgefundene Fremdkörperoperation war sicherlich ein schmerzhaftes, traumatisierendes Erlebnis für Ihren Hund. Schmerzen verursachen Ängste, auch bei Ihrem Hund. Diese Ängste gilt es zu beseitigen.
Christoph Höptner studierte Tiermedizin an der Università Degli Studio Milano. Seine Approbation als Tierarzt erhielt er im Mai 1995.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind die "Kardiologische Diagnostik" - einschließlich Farbdopplersonographie - und die "abdominale Chirurgie".
Ihr Labrador befindet sich nun vier Wochen nach der Operation in der sogenannten Rekonvaleszenzzeit, in der Ihr Hund das von Ihrem Haustierarzt verordnete Diätfutter fressen sollte. Sie schreiben selbst ,dass das Futter hinsichtlich Geruch und Geschmack wohl nicht das Probleme sei. Die Fütterung aus der Hand sollte schnellstens beendet werden, denn es folgt Unselbständigkeit und Abhängigkeit. Halten Sie Ihrem Labrador 1 Tag vom Futter fern und bieten Sie ihm nur Waaser zur freien Verfügung an.
Am nächsten Tag suchen Sie sich einen anderen Fressplatz zu Hause und bieten Ihrem Patienten das Futter für ca 15 Minuten an. Dabei entfernen Sie sich vom Fressplatz und ignorieren Ihren Hund. Wenn er in dieser Zeit nicht fressen sollte, so entfernen Sie das Futter und wiederholen diesen Vorgang mit demselben Futter mehrere Male an diesem Tag, bis der Hunger siegt. Dann wird er es verstanden haben. Falls das Diätfutter doch nicht mundet, so besteht die Möglichkeit das Futter mit einem Appetizer aus dem tierärztlichen Fachhandel ,oder verdünnter Gemüsbrühe schmackhaft zu machen.
Frage: Unser Kater "Tiger" leckt sich zeitweise den Bauch und eine hintere Seite so intensiv, dass er stellenweise "mottenzerfressen" wirkt. Ungeziefer ist es nicht laut Tierarzt. Dieser empfahl ein Diätfutter, dass wir mehrere Monate lange fütterten. Irgendwann wuchs das Fell nach, und das anschließende "Normalfutter" bewirkte auch keine Veränderung. Nun, Monate später, fängt er wieder damit an. Wir haben den Tiger vom Katzenschutz und wissen nicht genau, wie alt er ist etc. An der betroffenen hinteren Seite war das Fell allerdings schon etwas "platt", als wir ihn im Oktober 2007 holten. Er ist ein reiner Wohnungskater und nimmt außer dem Futter nichts auf. Ansonsten hat er keine Ausfallerscheinungen, ist zufrieden und äußerst anhänglich. Wir vermuteten schon einmal "Altlasten" im Fell, vielleicht Reste von Zecken o. ä., wir entfernten auch bereits etwas Undefinierbares, aber es kann ja jetzt nichts Neues hinzugekommen sein. Dem Tierarzt fällt nichts Weiteres ein. Ihnen vielleicht?
Antwort: Ihr Kater Tiger, der wie von Ihnen geschildert wie "mottenzerfressen" wirkt, ist wirklich sehr geplagt. Man nennt dieses von Ihnen geschilderte mottenzerfressen Fell, soweit interpretierbar auch eine multifokale Alopezie bei der Katze. Es kommt weit aus weniger bei der Katze vor als beim Hund. Man könnte diese auf Verletzungen (Auszupfen und Belecken durch das Tier als Folge von Juckreiz oder psychogener Motive), auf Infektionen und Entzündungen (wie Dermatophytosen, Demodekose, Alopezia areata und selten eine Pyodermie zurückführen) oder auch auf eine Degeneration der Haarwurzel und Atrophie der Haarwurzel (wie Glukokotikoidinjectionen, Narben, Reaktionen an der Injectionsstelle und eine paraneoplastische Alopezie) zurückführen.
Es ist sicherlich nicht möglich anhand des von Ihnen geschilderten Krankheitsbildes Ihrem Kater und Ihnen wirklich helfen zu können. Nur bei einem Tierarzt Ihres Vertrauens kann man die oben genannten eventuellen Ursachen näher ermitteln und ausschließn, um so schlußletztendlich zu einer wirksamen Therapie für Ihren Kater zu gelangen.
Haben auch Sie eine Frage zu Ihrem Haustier? Dann senden Sie diese einfach an tiere@derwesten.de
Die Antworten werden jeden Dienstag auf www.DerWesten.de/tiere vorgestellt.
Weitere Informationen zur Praxis von Dr. Gmeiner und Dr. Höptner finden Sie unter http://www.kleintierpraxis-mh.de/

09:55
ich habe ei biegel der ist 11 monate und er frist nich mehr seit einer woche nict mehr richtig habe mich noch ein zweiten hund geholt wahl ich dachrte der funternei ist den da aber es hat nicht geholfen wars kann ich noch tuhen
A.Meyer
12:02
Ganz gute Idee eine Online Sprechstunde anzubieten.