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Medizinische Produkte

Herzmotor als Risiko

31.05.2012 | 16:47 Uhr

Die Menschen werden immer älter, und das hat auch mit der meist guten medizinischen Versorgung in diesem Land zu tun. Ein wichtiger Satz vorweg.

Aber da sind Dinge, die nicht sein müssen oder die überhaupt nicht hinnehmbar sind. Wieso behandelt der Gesetzgeber Arzneimittel anders als Medizinprodukte? Warum verweigert er dem Patienten mit dem Herzschrittmacher die notwendige Qualitätskontrolle des lebenserhaltenden Produkts, die er dem Käufer der Kopfschmerztablette ganz selbstverständlich gewährt?

Vielleicht helfen der Bundesregierung die stark steigenden Risikomeldungen auf die Sprünge, die das eigene Bundesinstitut registriert. Dass bei millionenfach verkauften Medizinprodukten 161 Todesfälle in sechs Jahren aufgetreten sind, mag statistisch minimal klingen. Doch würde nur ein einziger Todesfall durch striktere Zulassungskontrollen verhindert, lohnte sich dieser gesetzliche Aufwand schon. Mehr: Er würde zur Pflicht.

Dietmar Seher

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