Herdecke verlor im bayrischen Hexenkessel
01.02.2009 | 20:46 Uhr 2009-02-01T20:46:28+0100(car) In der Aufstiegsrunde zur 2. Ringer-Bundesliga verlor die TSG Herdecke am Samstag mit 15:21 beim SV Untergriesbach, bereute die weite Reise bis in die Nähe von Passau aber keine Minute.
"Es war unglaublich, was dort geboten ist", sagte Herdeckes Pressesprecher Reinhard Schlabs.1300 Zuschauer verfolgten die Kämpfe, schon zweieinhalb Stunden vor Kampfbeginn waren in der Halle, die halb so groß wie die heimische am Bleichstein ist, alle Sitzplätze belegt. "Und dann werden die Kämpfe mit einem Lärm begleitet, wie wir ihn alle noch nicht erlebt haben", berichtete Reinhard Schlabs über eine Atmosphäre, die bei aller Rivalität jedoch keineswegs vergiftet war.
Im Gegenteil: Nach dem Kampf gingen beide Mannschaften in einem Gasthof essen und feiern bis tief in die Nacht, einige der Ringer tanzten noch bis fast zum Morgengrauen in einer Disco. Grund zum Abfeiern hatte vor allem der SV Untergriesbach, denn der durfte unverhofft die Meisterschaft feiern, weil Hösbach sensationell in Spiesen Elversberg verlor.
"Es war ein toller Abschluss der Runde, die Trainer Meyer und Nowakowski sind stolz auf die Mannschaft", sagte Schlabs.
Auf sportlicher Seite war die Niederlage von Igor Domowecz gegen Benedikt Pauli mit ausschlaggend für die Niederlage. Philipp Lübking, der seinen Gegner Bauer in Herdecke noch auf die Schultern legen konnte, verlor diesmal in drei Runden. Die Herdecker vermissten Reza Alipour, der die Teilnahme an der Landesmeisterschaft vorgezogen hatte. Beherzte Kämpfe lieferten Manuel Meyer und Daniel Beucke.
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