Heilung mit Enzymen
05.02.2010 | 19:02 Uhr 2010-02-05T19:02:00+0100Ob bei Entzündungen im Körper oder selbst bei Krebs – heute ist sehr viel von der Hilfe durch Enzyme die Rede. In der Natur sind tausende unterschiedliche Enzyme unterwegs, alle haben eine besondere Funktion.
Sie sind an sämtlichen Vorgängen im Stoffwechsel beteiligt, bei der Atmung, der Verdauung, beim Wachstum, zur Stärkung des Immunsystems – und vor allem bei den Heilungsprozessen.
Enzyme sind Eiweißmoleküle, die nur bei bestimmtem ph-Wert arbeiten können und dann die Hormonproduktion steuern. Zudem machen sie Umweltgifte unschädlich, töten Bakterien, Pilze und Viren ab.
Geschichte der Enzymtherapie
Obwohl man seit Jahrhunderten, vor allem in der Volksmedizin die Heilungseffekte bestimmter Pflanzen wie Ananas bemerkte, wusste man lange nichts über deren Enzymgehalt. In der Karibik kurierte man beispielsweise Verstauchungen mit einer Paste aus unreifer Ananasfrucht – und somit mit dem Enzym Bromelain, das heute als Glücksfall der Naturheilkunde gilt.
Etwa 1950 begannen Wissenschaftler, das Enzyms Trypsin auf seine Wirkung auf Tumore zu untersuchen. Später isolierten Wissenschaftler Enzyme aus Organismen und entwickelten das Enzymgemisch-Medikament WoBe zur Behandlung degenerativer Erkrankungen sowie Entzündungen.
In den 1960er Jahren wurde das Medikament auch in Deutschland als Krebsmedikament zur Begleitung von Chemo- und Strahlentherapie gegeben. Auch wurde es als Behandlungsansatz bei Prostatakrebs und zur Alzheimerprophylaxe diskutiert.
Anwendung
Zum Beispiel bei Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen, Herpes, Sinusitis, Wundheilung, Stärkung des Immunsystems. Enzyme sorgen nachgewiesenermaßen dafür, dass die Einnahme starker Schmerzmittel reduziert werden konnte. Welche Enzyme im Einzelfall die richtigen sind, sollten Sie mit Ihrem Heilpraktiker besprechen. Sie erhalten Enzyme wie Bromelain oder Wobenzym in Tablettenform (Apotheke).

0mitdiskutieren