Handball gut verkaufen - auch im eigenen Sport-Shop
20.08.2008 | 22:25 Uhr 2008-08-20T22:25:14+0200Siegen-Eiserfeld. (miso) Die Familie Kunz aus Eiserfeld hat geregelte Zeiten, wenn es sich um den Handball dreht: dienstags, donnerstags, freitags und samstags ist das familieneigene Handball-Geschäft "fashion4sports" geöffnet.
Im November vergangenen Jahres öffnete der Laden mit den bei Handballern sehr beliebten "Hummel"-Artikeln - und seitdem brummt das Geschäft, wie Hans-Walter Kunz erzählen kann: "Die vielen Kontakte haben sich bezahlt gemacht, es spricht sich langsam unter den Handballvereinen herum", so der Familienvater, der seine aktive Handballerzeit hauptsächlich beim RSV Eiserfeld verbracht hat - dem "Stammverein" der Familie Kunz.
Von der Bezirksliga bis zur Verbandsliga hat er gespielt, später trainierte er neben den Herrenmannschaften von Eiserfeld, Weidenau und Burbach unter anderem auch die A-Jugend des RSV, in der damals Spieler wie Joachim Braun (heute Trainer der Ersten) und Dirk Feierabend (langjähriger Mittelmann des RSV) aktiv waren.
Das "Trainer- und Spieler-Gen" ist in der Familie Kunz weit verbreitet: Mutter Ulrike, die selbst bei den Eiserfelder Frauen spielte, trainierte ihre drei Kinder Robert (22), Thomas (19) und Paula (16) jeweils in der F-Jugend. Heute leitet sie eine Handball-AG an der Gilberg-Grundschule. Ein Traum von ihr wäre es, noch einmal irgendwann mit Tochter Paula aufzulaufen - allerdings müsste die 51-Jährige dann noch einmal einen Spielerpass beantragen, der alte wurde eingeschickt.
Sohn Robert spielt in der zweiten Herrenmannschaft der Eiserfelder und verbringt viel Zeit im Hummel-Geschäft. Er weiß, wie anstrengend es sein kann, den eigenen Trainer im Haus zu haben: "Ab und zu ging es nach dem Spiel oder dem Training auch schon mal zu Hause weiter", muss er schmunzeln, wenn er an die B-Jugend-Saison unter dem eigenen Vater zurück denkt.
Bruder Thomas hatte als talentierter Jugendspieler Angebote von den Handball-Internaten aus Senden und Gummersbach - er entschied sich zu Gunsten seiner Freunde und blieb als Spieler bei der JSG Eiserfeld-Dielfen. Inzwischen trainiert der 19-Jährige ebenfalls: die weibliche B-Jugend des RSV ist "seinem Kommando unterstellt".
Die Jüngste im Bunde ist Tochter Paula. Sie spielt zurzeit in der weiblichen A-Jugend und trainiert bei den Frauen mit. Großes Idol ist Handballer Lars Christiansen, auch wenn der Linksaußen von ihrer eigenen Position Rückraum Rechts auf dem Feld sehr weit entfernt ist.
Bei so viel Handball ist neben den geregelten Arbeitszeiten im Handball-Shop eigentlich immer irgendetwas auf dem Programm der "Kunzes" - zu viel Handball könne es aber trotzdem nicht geben, sagt Mutter Ulrike: "Wir haben so viel Tolles durch den Sport erlebt und so viele Menschen kennen gelernt - da bin ich froh, dass wir alle im Handball aktiv sind."

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