Gymnasium und Realschule bleiben dreizügig
19.02.2010 | 20:00 Uhr 2010-02-19T20:00:00+0100
Kreuztal. An den weiterführenden Schulen Kreuztals sind in dieser Woche die Anmeldungen für das neue Schuljahr zum Abschluss gebracht worden.
Für die Realschule und das Gymnasium ist klar: Sie bleiben weiterhin dreizügig. Die Realschule nimmt 83 Kinder, die die Grundschule verlassen. Rektor Gerd Willeke: „Wir liegen damit immer noch über der Prognose des Schulentwicklungsplans.”
Das Gymnasium nimmt im Sommer 86 neue Schülerinnen und Schüler auf. Das sind 14 mehr als im Vorjahr. Dazu kommen 31 Anmeldungen für die Oberstufe von Realschul- und auch Gesamtschulabsolventen. Schulleiter Herbert Hoß führt dies auf die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück. Möglicherweise werde bis zum Sommer die eine oder andere Anmeldung zurückgezogen.
Bereits in der vorigen Woche hatte die Gesamtschule bei 146 Anfragen ihre 120 Anmeldungen vorgenommen. 93 Kinder aus Kreuztal und 27 Jungen und Mädchen aus verschiedenen Nachbarkommunen werden dort ab dem Sommer die 5. Klasse besuchen. Abgelehnt wurden 26 Kinder - davon 17 aus Kreuztal, die wiederum für die anderen weiterführenden Schulen in Frage kommen. Die Hauptschule in Eichen wird ihr Anmeldeverfahren wie jedes Jahr bis zum Beginn des neuen Schuljahres ausweiten. Bislang reichte es fast immer für zwei Eingangsklassen.
92 Anmeldungen für die fünften Klassen hatte die Realschule Am Kreuzberg am Freitagmittag wenige Stunden vor dem Ablauf der Anmeldefrist, die wegen des Winterwetters um eine Woche verlängert worden war. Am Ende rechnet Rektor Norbert Bleischwitz mit um die 95 Fünftklässler. Immerhin sind 30 Kinder aus Netphen, die von den Siegener Gesamtschulen abgewiesen wurden, noch unversorgt.
Im laufenden Schuljahr werden 110 Kinder in den vier fünften Klassen der Realschule unterrichtet. Am Gymnasium wollen 74 Fünftklässler anfangen, 14 mehr als im Vorjahr.
Hauptschule rechnet mit Nachzüglern
Für die gymnasiale Oberstufe haben sich nur acht Jugendliche neu angemeldet. Viele Realschüler, so hat Oberstudiendirektor Thomas Arns beobachtet, nutzen als alternativen Weg zum Abitur inzwischen auch die gymnasiale Oberstufe der Berufskollegs. Die Unsicherheit über die verkürzte Gymnasialzeit und deren Folgen sei „weiter vorhanden”, weiß Arns. Die Schule habe viel Aufklärungsarbeit geleistet.
Locken kann das Gymnasium, das im Sommer sein 20-jähriges Bestehen feiert, mit seiner Mensa – noch im provisorisch dafür genutzten Forum. Er sei „hoffnungsvoll”, so Arns, dass bis Mitte 2011 eine dauerhafte Lösung gefunden sei, entweder in der alten Turnhalle oder in einem Anbau an das Schulgebäude.
Weder am Gymnasium noch an der Realschule sind Kinder angemeldet worden, die zunächst noch einen Prognoseunterricht bestehen müssen, weil sie die passende Empfehlung der Grundschule nicht mitgebracht haben. Hans Rickes, Rektor der Hauptschule Deuz, rechnet nach den Erfahrungen der Vorjahre dennoch damit, dass es nicht bei den 24 bisher für die fünfte Klasse angemeldeten Kindern bleibt. Auch die jetzige „5” ist zwischen Anmeldeschluss und Schuljahresstart von 23 auf 31 Schüler gewachsen. Hinzu kommen – im Jahresdurchschnitt – mindestens zehn Rückkehrer von der Realschule überwiegend in die Klassen 7 und 8.

10:24
26 Absagen in Kreuztal
230 an den beiden Siegener Gesamtschulen.
Das sind großzügig gerechnet 8 Klassen, 8 Klassen, die in den drei Gesamtschulen der Region nich tzustande gekommen sind. Die gewählten Vertreter des Landes setzen Volkes Willen nicht um und die Abstimmung mit den Füßen gelingt nicht, weil lokal dem Elternwillen nicht stattgegeben wird.
Bitter.