Gut gelaunte Altrocker in Netphen
10.05.2010 | 16:59 Uhr 2010-05-10T16:59:00+0200
Netphen. Auf 30 Jahre Bandgeschichte blicken „The Hooters” 2010 zurück.
Die amerikanischen Altrocker ließen ihre großen Hits auf der Bühne im Sportpark Siegerland wieder aufleben und bewiesen, dass sie viel mehr zu bieten haben als ihren wohl bekanntesten Song „Johnny B.”.
Vorerst letztes Konzert in Deutschland
Rund 500 Fans kamen nach Netphen, um „Die Hupen” bei ihrer Geburtstags-Tournee zu feiern. Belohnt wurden sie mit einem rockig-fröhlichen Konzert und einer gut gelaunten Band, die bei ihrem vorerst letzten Auftritt in Deutschland noch einmal Gas gab. Dass sich die Gruppe um Eric Bazilian und Rob Hyman nach so langer Zeit auf musikalischem Profi-Niveau bewegt, ist keine Frage. Aber, dass die Musiker nach 30 Jahren immer noch so viel Energie auf die Bühne bringen, ist einfach nur schön.
Klar: Zu Solo-Parts geht Gitarrist Fran Smith Jr. wie geplant an die Bühnenfront, und auch sonst sind die fünf Bandmitglieder – sowie ein Zusatzgitarrist – ein eingespieltes Team. Was den Auftritt von „The Hooters” auszeichnet, ist ihr sichtlicher Spass an den eigenen Liedern. „All you Zombies”, „Satellite” und „500 Miles” spielen sie mit Hingabe und erhalten dafür ein begeistertes und dankbares Publikum, das sich nicht zwei Mal bitten lässt, mitzusingen und zu klatschen.
Band lud zum „Meet and Greet” ein
Lauter Jubel bricht aus, als Eric Bazilian gegen Ende der Show zur Flöte greift und, getaucht in grünes Licht, das Intro zu „Johnny B.” spielt. Ebenso große Begeisterung löst Rob Hyman aus, wenn er die Hohner Melodica an die Lippen setzt. Schließlich ist das Tasteninstrument, von den Bandmitgliedern liebevoll als „die Hupe” bezeichnet, Namensgeber für The Hooters.
Immer wieder überrascht Bazilian seine Zuhörer mit Deutschkenntnissen. Je eine Strophe und Refrain von „Privat Emotion” und „One of us” singt er auf Deutsch – und beweist, dass Lieder unter einer Übersetzung nicht leiden müssen. Beide Songs haben Bazilian und Hyman eigentlich für andere Künstler schrieben. Während Ricky Martin mit „Privat Emotion” einen Welthit landete, gelang der Sängerin Joan Osborne mit „One of us” der musikalische Durchbruch.
Nach über zwei Stunden mit Stücken zwischen Folk und Rock lassen die Fans The Hooters noch lange nicht zurück in ihre Heimatstadt Philadelphia. Erst als die Band „Time after time” spielt, ein Lied, mit dem Cindy Lauper großen Erfolg hatte, ist Schluss auf der Bühne – Aber es ist noch nicht das Ende des Abends, denn die Rockgröße lud nach ihrem Auftritt zum „Meet and Greet” ein.

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