Großer Brand am Hilchenbacher Freibad
01.01.2010 | 16:32 Uhr 2010-01-01T16:32:00+0100
Hilchenbach/Siegen. In der Nacht zu Neujahr brannte das Verwaltungsgebäude des Hilchenbacher Freibad und Autos im Siegener Stadtgebiet aus.
Das Verwaltungsgebäude des Hilchenbacher Freibads an der Ferndorfstraße ist in der Neujahrsnacht zu einem großen Teil durch ein Feuer vernichtet worden. Gegen 3.30 Uhr hatten Bedienstete der benachbarten Klinik Feuerwehr und Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass aus dem aus Holz errichteten Bau die Flammen schlugen.
Löschzüge aus Helberhausen, Grund, Hilchenbach und Dahlbruch waren innerhalb weniger Minuten mit rund 40 Aktiven fast vollständig vor Ort und bekämpften das Feuer im Werkstattbereich des Verwaltungsgebäudes erfolgreich vom Dach aus. Von der Nachbarfeuerwehr in Kreuztal war zudem noch ein Team mit der Wärmebildkamera zur Unterstützung nach Hilchenbach gekommen, um beim Aufspüren von versteckten Glutnestern zu helfen. Ferner waren DRK-Einheiten aus Hilchenbach und Kreuztal sowie die Polizei im Einsatz. Die Kripo nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf.
Eine verirrte Silvesterrakete als Brandursache schließt Feuerwehrchef Harald Stecher aus, weil der Brandherd dafür relativ unzugänglich sei. Ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen, zumal ein Elektrokabel dort verläuft, wo das Feuer vermutlich ausgebrochen ist. Zwei heimkehrende Frauen berichteten der Polizei allerdings, dass sie zwei Jugendliche weglaufen sahen. Der Schaden an dem Gebäude wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. Dabei wurden vor allem die in der Werkstatt gelagerten Geräte ein Raub der Flammen
Zerstört ist etwa ein Drittel des Verwaltungskomplexes. Erst im vorigen Jahr war das Gebäude renoviert und mit Sonnenkollektoren ausgestattet worden. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Hilchenbach, deren Beigeordneter Udo Hoffmann sich am Neujahrsmorgen ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen machte. Betreiber des Freibads ist seit einigen Jahren der TuS Hilchenbach. Da die Freibadsaison erst in fünf Monaten beginnt, bleibt einige Zeit für den Wiederaufbau.
In Siegen hielten mehrere Autobrände in der Neujahrsnacht die Feuerwehr auf Trab: Am Freitag gegen 5.15 Uhr wurde ein Feuer aus dem Parkhaus am Geisweider Rathaus gemeldet. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war der Kleinwagen bereits komplett abgebrannt. Weitere zehn dort abgestellte Fahrzeuge waren zudem beschädigt. Der Sachschaden wird auf 10 000 Euro beziffert. Hinweise auf verdächtige Personen werden von der Polizei in Siegen erbeten.
Auf dem Gelände eines Autohauses in der Daimlerstraße in Siegen brannte in der Silvesternacht ein abgestelltes Auto vollkommen aus. Zeugen hatten gegen 3.20 Uhr Feuerwehr und Polizei alarmiert. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Wegen der Löscharbeiten standen mehrere Feuerwehrfahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht an Daimler- und Borsigstraße. Ein Autofahrer wollte von der Straße "Hohler Weg" dennoch unbedingt in Richtung Sieghütter Hauptweg fahren. Als er erkannte, dass kein Durchkommen war, fuhr er rückwärts - gegen das Brückenviadukt der Bahn. Der 35-jährige Fahrer machte sich zu Fuß aus dem Staub. In der Friedrichstraße wurde er allerdings von einer Polizeistreife gestellt. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss.

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