Griffin attestiert Hagenern Herz und Leidenschaft
03.01.2011 | 17:24 Uhr 2011-01-03T17:24:00+0100
Giessen/Hagen. Es war nicht nur das Ende einer langen Niederlagen-Serie. Wie wichtig der 92:76-Erfolg bei Tabellennachbar LTi Gießen 46ers für Phoenix Hagen ist, wurde dem Basketball-Bundesligisten erst richtig auf der Rückreise bewusst.
Denn nicht nur die Hagener hatten erstmals seit dem 13. November wieder gepunktet, überraschend waren auch die Konkurrenten ratiopharm Ulm (in Bremerhaven) und Walter Tigers Tübingen (gegen Berlin) - am Sonntag zu Gast am Ischeland - gewonnen.
Die Erleichterung bei den Gästen war nachhaltig. „Endlich ging mal wieder alles auf“, freute sich Trainer Ingo Freyer noch zwei Stunden nach der Schlusssirene im Schneetreiben auf der Sauerlandlinie, ehe der Ausklang des ersten Phoenix-Ausflugs 2011 in der Hagener Gastronomie geplant wurde. Auch die Spieler kamen erstmals seit langem wieder gut gelaunt in Hagen an, zumal als Lohn der erste trainingsfreie Tag der letzten zwei Wochen bevorstand.
Bereits fast drei Stunden vor dem Hochball in der Gießener Sporthalle Ost hatten sie trotz winterlicher Straßenverhältnisse den Ort des Kellerduells erreicht. Und trafen als ersten Gießener ihren Ex-Teamkollegen Chase Griffin, der drei Jahre das Hagener Trikot getragen hatte. Weit vor seinen neuen Mitspielern betrat der 27-jährige US-Amerikaner das Parkett, umarmte zunächst Phoenix-Kapitän Quentin Pryor und die Betreuer Norbert Schardt und Uwe Schröer, fachsimpelte dann mit Malte Schwarz und Geschäftsführer Oliver Herkelmann, ehe er allein auf der 46ers-Seite die ersten Probewürfe nahm.
„Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, die ganzen bekannten Gesichter wieder zu sehen“, räumte Griffin später ein, während der Auftritt seines aktuellen Teams ihn ratlos machte. „Hagen hatte viel mehr Herz und Leidenschaft, das war schmerzhaft für uns“, wunderte er sich. Auch Griffin selbst war blass geblieben, nicht zuletzt weil Gießen fast ausnahmslos den Weg über die Innenspieler Zachery Peacock und Elvir Ovcina suchte - und Phoenix-Coach Freyer („Chase kann der X-Faktor werden“) seine Spieler defensiv hervorragend auf die Distanzschützen der Gastgeber eingestellt hatte. Für die gut 200 mitgereisten Hagener Anhänger, die den Ex-Spielmacher bei der Mannschafts-Vorstellung mit großem Beifall begrüßt hatten, wurde es so ein freudiges Wiedersehen ohne bitteren Beigeschmack.
Sie unterstützten die Gäste vorbehaltlos, der Gießener Anhang dagegen blieb bei der zehnten Niederlage in Folge erstaunlich still. „In solch einer Atmosphäre ist es schwer für uns“, räumte Griffin ein, im Klub-Umfeld rechnet man nun mit einer Ablösung von Trainer Vladi Bogojevic. „Für uns alle ist die Situation eine Katastrophe“, sagte 46ers-Geschäftsführer Christoph Syring dem Gießener Anzeiger und kündigte eine klare Positionierung noch vor dem nächsten Spiel an.
Die Hagener dagegen können sich nun ganz auf das nächste Heimspiel gegen die ebenfalls punktgleichen Walter Tigers Tübingen (Sonntag, 17 Uhr) konzentrieren. „Eine Riesenchance für uns, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern“, sieht Geschäftsführer Herkelmann. Dabei würde ein Jacob Burtschi, auch in Gießen wieder herausragend, in der aktuellen Galaform sehr helfen. Der Flügelcenter ist nach Abschluss der Hinrunde treffsicherster Dreierschütze der Liga mit einer Quote von 49,4%. Die Teilnahme an der Offenen Deutschen Drei-Punkte-Meisterschaften beim Bundesliga-Allstarday am 22. Januar in Trier hat Burtschi sich damit gesichert.
12:00
@ Blue1
Super Werbung! Weiter so! Dann werdet Ihr noch heißer!
14:37
Richtig!!!
Es haben alle Phans ein sehr guten Job gemacht.
http://www.firebirds-fanclub.de/
20:30
Da haben die heißen Jungs und Mädels sowie die anderen Phans ja wieder nen guten Job gemacht! Weiter so!