Gotteshaus an der Sauerlandlinie erstrahlt in Weiß
30.09.2009 | 17:44 Uhr 2009-09-30T17:44:00+0200Reisende, denen nach längerer Autofahrt auf der Sauerlandlinie nach innerer Einkehr zumute ist, können in nicht allzu ferner Zukunft den Rasthof Wilnsdorf ansteuern.
Denn neben Tankstelle und Spielhalle bietet eine Autobahnkirche bald Gelegenheit, Hektik und Stress der mobilen Gesellschaft zumindest für einige Zeit zu entfliehen.
Seit Kurzem ist klar, wie die geplante Autobahnkirche an der A 45 zwischen Wilden und Wilnsdorf unmittelbar an der Ausfahrt aussehen soll. Nach Prüfung der vier eingereichten
Entwürfe für das ökumenische Gotteshaus gegenüber der Zufahrt zumAutohof gab eine Jury imWilnsdorfer Rathaus den Gewinner des Architekten-Wettbewerbes bekannt.
Verglaster Turm
Freude bei Michael Schumacher. Der Entwurf des Baumeisters aus Frankfurt hatte die Jury überzeugt. Schlicht soll die Kirche aus der Ferne aussehen, aber aus der Nähe außergewöhnlich und kraftvoll sein. Von der Autobahn aus gesehen soll das Gotteshaus dem Symbol auf den Schildern entlang der Autobahn ähneln. Erst wenn der Betrachter auf die Kirche zufährt, tritt auch der zweite, oben komplett verglaste Turm hervor, der sich kaum vom Himmel abheben soll.
Sponsoren gesucht
Über eine Brücke werden die Besucher durch eine schalldichte Schleuse geleitet, ehe sie die Kuppel betreten, die bis zu 50 Menschen Platz für Ruhe und innere Einkehr bietet. Für die Beleuchtung sorgen große Glasflächen in den Türmen. Sie sollen den Innenraum der Kirche indirekt mit Sonnenlicht versorgen.
„Eine kleine Kapelle funktioniert nicht bei so etwas starkem wie einem Autobahnrasthof, da braucht man eine starke und kantige Kirche“, begründet Michael Schumacher
seinen Entwurf. Der Planer aus der Mainmetropole hatte sich gegen drei Mittbewerber aus Siegen und Wilnsdorf durchgesetzt.
Über die Baumaterialien müsse noch diskutiert werden, nur die Farbe steht fest: Weiß soll die Autobahnkirche werden. Sie wird zwischen 600 000 und 700 000 Euro kosten. Die Unterhaltung der kirchlichen Räume sollen ehrenamtliche Mitarbeiter sicherstellen. Das Geld für die Energiekosten will der Förderverein „Autobahnkirche Siegerland“ tragen. Der sucht noch weitere Sponsoren.
Kontakt: Hartmut Hering,
027 36/2 71 00, und
Ute Pohl, 027 36/67 16.

00:57
...wer läutet die Glocken ?