Globetrotters bieten puren Basketball-Spaß
18.03.2010 | 23:32 Uhr 2010-03-18T23:32:00+0100
Hagen. Es muss nicht immer Nervenkitzel sein, und Abstiegskampf schon gar nicht. Dass Basketball in der Phoenix-Halle auch einfach nur Spaß machen kann, zeigten in der Spielstätte des Erstliga-Schlusslichts die Harlem Globetrotters.
Die Show der Korbjagd-Artisten aus den USA begeisterte gestern Abend 1100 Besucher, die trotz happiger Eintrittspreise zwischen 28 und 47 Euro gekommen waren.
Am Anfang stand, wie könnte es anders sein, der Dunking. Während nebenan im Metallpresswerk Hohenlimburg noch die Maschinen wummerten, stopfte „Hi-Lite” Bruton in der Phoenix-Halle um 20.07 Uhr den Ball erstmals spektakulär in die Reuse. Es sollte wahrlich nicht das letzte Mal sein an diesem Abend, nicht nur beim Warmmachen, sondern auch im Spiel gegen den „Washington Generals” genannten Sparringspartner suchten die Harlem Globetrotters bevorzugt den Korbabschluss mit Wucht von oben. Doch die weltberühmte Showtruppe hatte weit mehr als „Slam-Dunks”, „Alley-Oops” oder „360” nach Drehung um die eigene Achse zu bieten. Vielmehr begeisterte man mit höchst unterhaltsamer Mischung aus Basketball-Artistik, komodiantischen Einlagen und Slapstick vor allem die vielen jungen Fans.
„Hello Hagen”, begrüßte Bruton das Publikum - und erwarb auf Deutsch gleich die Sympathien der Besucher: „Mein Name ist Hi-Lite - und Hagen ist das Highlight unserer Tour.” Für die Höhepunkte sorgte der 2,04 m große Hobby-Angler mit ausgeprägten Entertainment-Qualitäten auf dem Parkett bevorzugt selbst. Seine sieben Teamkollegen wie der ähnlich dunking-freudige „Bam Bam” Bamiro oder die Dribbelkünstler „Dizzy” Grant oder „Handles” Franklin standen dem 39-Jährigen indes in nichts nach.
Virtuos gingen die Globetrotters mit dem Spielgerät um, das sie auch in der Rückenlage mühelos beherrschten oder aus großer Distanz im Korb unterbrachten. Der meist spektakuläre Abschluss nach perfekt einstudierten Ballstafetten sorgte regelmäßig für offene Münder. Und die unterlegenen Generals, defensiv nur als freundliche Statisten gefragt, mussten allerlei Schabernack der Globetrotters über sich ergehen lassen. Die spielten nach eigenen Regeln und baten regelmäßig meist junge Zuschauer zum gemeinsamen Tänzchen oder Wurf-Wettbewerben aufs Parkett.
„Die machen ja coole Sachen”, war das Gastspiel der sportlichen Weltenbummler nicht nur für die 14-jährige Annika Hüttenhoff Pflichtprogramm: „Wenn man sich für Basketball interessiert, findet man das gut.” Anschauungsunterricht vor dem „Abstiegs-Finale” in Düsseldorf nahm auch ein Großteil des Phoenix-Bundesligateams. Ein Element der Globetrotters-Show könnte sich Co-Trainer Steven Wriedt auch dort gut vorstellen: „Das Spielsystem, das immer mit einem Dunking endet. . .”

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