„Gleich reiße ich Sie auseinander!“
14.04.2010 | 19:23 Uhr 2010-04-14T19:23:00+0200
Düsseldorf. Er war schon öfter unzufrieden mit der Arbeit der Nachlassstelle im Gericht. Die Damen im Vorzimmer des Gerichtspräsidenten bekamen dann den Ärger ab - auf unflätigste Weise. Bis es ihnen zu bunt wurde. Jetzt erhielt der Streithahn (62) die Quittung: 1200 Euro Geldstrafe wegen Beleidigung und Bedrohung.
„Sie sind doch völlig unfähig!“, „Ich weiß nicht, wofür Sie bezahlt werden!“ und andere Beleidigungen mussten sich die Frauen anhören. Er drohte auch: „Gleich reiße ich Sie auseinander, dann werden wir ja sehen.“
Als die so Beschimpften Verstärkung wollten und einen Wachtmeister herbei riefen, musste sich auch der noch Beleidigungen anhören. Während der füllige Justizmann ihn hinaus komplimentierte, beschimpfte er ihn: „Sie platzen ja aus allen Nähten!“ und „Sie sollten mal abspecken!“
Die Mitarbeiter des Gerichts kennen den Mann schon länger, immer wieder hat er sich beschwert und wurde dabei ausfallend. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass er - kurz nachdem man ihn hinausgeschickt hatte - schon wieder in der Tür stand. Auch der sozialpsychologische Dienst der Stadt kennt den schwierigen Mann.
Zum Prozess
nicht erschienen
Zu der Geldstrafe hatte man ihn per Strafbefehl verurteilt, er legte Einspruch ein. Jetzt wollte das Gericht darüber verhandeln, doch er erschien nicht. Obwohl man ihn vor dem Eingang des Gerichts gesehen hat. Aber er fürchtete wohl, in der neuen Sicherheitsschleuse zu engen Kontakt mit den Wachtmeistern zu haben. Weil er zum Prozess nicht auftauchte, ist der Strafbefehl jetzt rechtskräftig.

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