Gibt es Wechseljahre bei Männern?
14.06.2010 | 15:04 Uhr 2010-06-14T15:04:00+0200
Berlin.Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit sind typische Wechseljahrs-Beschwerden. Doch immer öfter berichten auch Männer über ähnliche Leiden. Was ist dran an der männlichen Menopause?
Männer emanzipieren sich in vielerlei Hinsicht. Vor 50 Jahren noch undenkbar, gehören sie heute im Kreißsaal dazu, übernehmen Arbeiten im Haushalt und sind bei der Kindererziehung gleichberechtigt. Es gibt sogar Untersuchungen, dass werdende Väter manchmal auch unter Schwangerschaftsbeschwerden entwickeln: Sie leiden unter Morgenübelkeit, sind leicht reizbar und nehmen vor allem am Bauch zu. Auch von männlichen Wechseljahren ist immer öfter die Rede. Aber gibt es das Pendant zur Menopause, die Andropause wirklich?
Hitzewallungen und Co.
Bei fast jeder zweiten Frau machen sich Wechseljahrsbeschwerden zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr bemerkbar. Ursache: Es werden keine weiblichen Geschlechtshormone mehr gebildet. Die Folge: Hitzewallungen, Schwindel, vermehrtes Schwitzen und Schlaflosigkeit. „Immer öfter klagen aber auch Männer über diese typischen Beschwerden“, sagt Wechseljahrsberaterin Annemarie von Gradowski aus Berlin. „Dabei kann ich beruhigen: Eine echte Menopause haben Männer nicht.“
Wenn Männer älter werden
„Genauso wie der weibliche, verändert sich auch der männliche Körper im Alter“, so von Gradowski. Männer nehmen wie Frauen an Gewicht zu, sind weniger leistungsfähig und leiden oft an Potenzproblemen.“ Ursache seien aber nicht fehlende Hormone. Denn Männer verlieren jährlich ab dem 30. Lebensjahr etwa nur ein Prozent der Hormone. Die Ursache für Beschwerden können das „Älter werden“ sein oder die Gesamtsituation im privaten Bereich.
Wenn die Seele leidet
Neben den normalen körperlichen Veränderungen spielen auch seelische Probleme eine Rolle. „Wer sich alt, nutzlos und nicht gebraucht fühlt, kann nicht schlafen und ist gereizt“, so die Expertin.
Weitere psychische Faktoren können sein:
• Angst vor Krankheit
• Stress
• Versagungsängste
• Leistungsdruck
• Probleme mit Arbeitslosigkeit
„Aber auch Medikamente können die vermeintlichen Wechseljahrs-Beschwerden auslösen“, sagt von Gradowski. „Beispielsweise Diabetes oder Herzmedikamente.“ Betroffene sollten deshalb auch mit ihrem Arzt über Probleme sprechen. „Generell ist es wichtig, auch organische Ursachen der Leiden abzuklären und sich bestenfalls an einen Urologen oder Andrologen zu wenden.“
Reden ist die beste Therapie
Annemarie von Gradowski berät zum Thema Wechseljahre. Seit einigen Jahren gibt sie spezielle Kurse für Männer. Hier geht’s zur Website.
„Männer reden oft nicht über ihre Sorgen“, sagt Annemarie von Gradowski. „Dabei ist Reden oft die beste Therapie.“ Wer dabei Hilfe braucht, könne sich auch an einen Therapeuten wenden. Wichtig sei, sich mit den Problemen auseinander zusetzen und aktiv nach Lösungen zu suchen. „Ich arbeite gern mit der Methode der Biografiearbeit“, sagt die Wechseljahres- Therapeutin. Dabei mache sich der Betroffene Gedanken über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und kann so Lösungen herausarbeiten. „Es ist wie ein psychischer Hausputz, Gedankenmuster und Glaubensätze werden überprüft und revidiert.“

22:15
Auch Männer haben Hormone, also haben sie auch einen Rückgang der Hormone, also haben sie Wechseljahre.Das heist ;schlechte Laune,oft in Gedanken,Viel Müde,oft Antriebslos. Leute glaubt mir Männer haben WECHSELJAHRE.
Das sagt eine FRAU nämlich ich.
19:58
Ja gut, ey aber ...
ich bin jetzt 55, hab´das eine oder andere altersbedingte Zipperlein - aber dafür bin ich deutlich intelligenter und reifer, als ich mit 20 war. Find´ich auch nicht schlecht, eher im Gegenteil.
19:54
Ja, vielen Dank!