Gegen Alba-Bezwinger muss Phoenix besser treffen
19.02.2010 | 14:18 Uhr 2010-02-19T14:18:00+0100
Hagen. Sechs Niederlagen in Folge - eine solche Negativserie hat Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen auch im Herbst nicht produziert. Da macht es die Heim-Aufgabe am Samstag um 20 Uhr gegen die ohnehin favorisierten Brose Baskets Bamberg nicht leichter, dass diese Alba Berlin aus dem Pokal warfen
Im Tabellenkeller der Basketball-Bundesliga wächst im letzten Saisondrittel die Unruhe. Schlusslicht Paderborn Baskets hat gestern Headcoach Olaf Stolz beurlaubt, der bisherige Co-Trainer Artur Gacaev hat mit Ex-Bundesligaspieler Dirk Happe bis zur für die nächste Woche vorgesehenen Verpflichtung eines Stolz-Nachfolgers die Verantwortung übernommen.
Auch bei den vor Paderborn rangierenden Klubs wird in Fan-Foren heftig über die Übungsleiter diskutiert. Bei Phoenix Hagen indes sieht man keinesfalls Handlungsbedarf, wie Geschäftsführer Oliver Herkelmann betont: „Fakt bleibt: Wir sind überzeugt von dem, was Ingo Freyer und Steven Wriedt tun und wollen langfristig mit ihnen zusammenarbeiten.” Natürlich könne es grundsätzlich Situationen geben, in denen man handeln müsse, aber Herkelmann fügt auch hinzu: „Meine Erfahrung im Basketball ist, dass Trainerwechsel häufig nicht viel bringen. Ich bin gespannt, ob das bei Paderborn anders sein wird.”
Die Diskussionen beim Anhang nach der 66:86-Niederlage beim Mitteldeutschen BC bekommt natürlich auch Phoenix-Coach Ingo Freyer mit. „Ich kenne das ja als Fan beim Fußball”, sagt der gebürtige Hamburger, „da sitzt man auf der Tribüne beim HSV und fragt sich, was macht der Trainer da eigentlich. Und will seine Dauerkarte zurückgeben. Fans haben ein Recht dazu.” Davon unbeirrt habe das Trainergespann mit seiner Mannschaft intensiv die Fehler aus der Partie in Weißenfels analysiert, man gehe hochmotiviert ins Bamberg-Spiel. „Wir müssen positiv bleiben. In Gießen und Düsseldorf ist ja eine ähnliche Stimmung”, blickt er auf die direkte Konkurrenz, „wenn wir am gestärktesten aus dieser Situation hervorgehen, steigen wir nicht ab.”
Dazu ist zweifelsfrei eine gehörige Steigerung seiner Schützlinge notwendig, das Potential dazu sieht Freyer. Nicht nur bei der Zahl der Ballverluste, sondern vor allem bei der Wurfquote - hier ist man bei den Dreiern (30%) Liga-Schlusslicht. „Man kann ja nicht die ganze Saison so unterirdisch von außen treffen”, sagt der Trainer, gerade Spieler wie Chase Griffin oder Neuzugang Zygimantas Jonusas könnten es besser. Gegen die Bamberger, die am Mittwoch Alba Berlin mit 79:77 im Pokal-Viertelfinale bezwangen, wird das auch nötig sein. Die Oberfranken, die das Hinspiel im Januar mit 77:54 gewannen, verfügen angeführt von Predrag Suput und Ex-NBA-Spieler Casey Jacobson über einen der stärksten Kader der Liga.
„Dass da als neunter Mann ein Spieler wie Robert Garrett kommt, daran sieht man schon die Stärke von Bamberg”, sagt Freyer. Ohnehin stehen gegen den Favoriten mehr die Phoenix-Spieler und ihre Moral auch bei Rückständen im Fokus. „Im Endeffekt geht es darum, dass möglichst viele unserer Akteure am oberen Leistungslimit oder wenigstens durchschnittlich spielen”, fordert Herkelmann. Man habe eine Chance, wenn man die Konzentration möglist nahe an den 40 Minuten halte. Und der eigene Anhang auch nach sechs Niederlagen bei Fehlern Langmut zeigt. Herkelmann hofft: „Natürlich wäre es besser, wenn die Fans komplett hinter der Mannschaft stehen.”

22:29
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12:27
Zitat von .....
Dies ist eines der Spiele die nicht gewonnen werden müssen