Geduldsspiel für RWO in Koblenz
02.10.2009 | 15:53 Uhr 2009-10-02T15:53:00+0200
Oberhausen. Ein offener Schlagabtausch ist nicht unbedingt zu erwarten, wenn die TuS Koblenz am Freitagabend Rot-Weiß Oberhausen empfängt. Allerdings hat RWO-Trainer Jürgen Luginger kein Problem damit und wird vorsichtig agieren lassen. Der Gegner steht ohnehin mehr unter Druck.
Mit dem Stadion Oberwerth verbinden die meisten Kicker von RW Oberhausen keine schönen Momente. Bei der TuS Koblenz feierten die meisten von ihnen in der vergangenen Saison ihre Premiere im Profifußball, die dann mit 0:3 gründlich daneben ging. Am Freitag geht es zum zweiten Mal dort um Punkte und die mittlerweile um einige Erfahrungen reicheren Oberhausener wollen diesmal nicht mit leeren Händen zurück kommen.
Luginger hofft auf Revanchegelüste
„Das ärgert sicher noch den ein oder anderen”, hat auch Trainer Jürgen Luginger festgestellt. „Daher bin ich mir sicher, dass sich die Mannschaft anders präsentiert als vor einem Jahr.” Die Revanchegelüste sollen allerdings nicht dazu führen, den Koblenzern ins offene Messer zu laufen. Doch so naiv und blauäugig wie noch vor einem Jahr ist seine Truppe längst nicht mehr. Den Fehler, den defensiv abwartenden Koblenzern in die Falle zu tappen, werden die „Kleeblätter” nicht machen.
Geduld ist gefordert
Das riecht zwar nicht unbedingt nach einem attraktiven Match mit einem offenen Schlagabtausch, doch das stört Luginger verständlicherweise kein bisschen. „Wir werden Geduld haben müssen”, geht er davon aus, dass auch die Koblenzer ihre defensive Grundordnung nicht ohne Not aufgeben werden. Kein Problem für RWO, steht doch das Team von Uwe Rapolder unter dem größeren Zugzwang.
Im Gegensatz zu den Oberhausenern dürfte für die Koblenzer ein Punkt zu wenig sein, so dass sie eigentlich früher aus der Deckung kommen müssten. Die Rechnung geht aber nur dann auf, wenn das RWO-Team anders als in Fürth auftritt. „Wir müssen eine Leistung abrufen wie bei den letzten Heimspielen, dann ist was möglich”, betont Luginger.
Die gleiche Elf wie gegen Duisburg soll auflaufen
Daher wird vermutlich auch die gleiche Elf wie gegen Duisburg auflaufen. „Grundsätzlich besteht keine Notwendigkeit, etwas zu ändern”, bestätigt Luginger, der aber den derzeitigen Stammspielern keineswegs einen Freifahrtschein für die kommenden Wochen erteilt. „Wir haben einen engen und ausgeglichenen Kader. Wer im Training die Sache zu leicht angeht, kann ganz schnell draußen sein.” Verstärkt wird der Konkurrenzkampf in nächster Zeit noch, falls die Verletztenliste kleiner wird. Kapitän Benjamin Reichert etwa ist schon wieder hergestellt und soll Samstag bei der U 23 und am kommenden Freitag beim Testspiel in Rhede Spielpraxis sammeln.
Am Freitag allerdings muss sich Luginger noch keine Gedanken über die Aufstellung im hinteren Bereich machen. An den zuletzt überragenden zentralen Verteidigern Thomas Schlieter und Marinko Miletic geht ebenso kein Weg vorbei wie an Daniel Gordon als Abräumer davor. Und sollte auch die Offensivabteilung ähnlich gut nach hinten arbeiten wie zuletzt, dürfte zumindest ein Zähler drin sein, um den Abstand zur Abstiegszone konstant zu halten.

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