600 Hagener...
Ganz heißes Abstiegsderby mit Geflügel am Grill
18.03.2010 | 19:57 Uhr 2010-03-18T19:57:00+0100Hagen. Es wird das heißeste Basketball-Westderby, das Phoenix Hagen in seiner knapp sechsjährigen Klubgeschichte je bestritten hat.
Davon ist auch Gastgeber Giants Düsseldorf überzeugt, der die Volmestädter am Samstag um 15 Uhr zum Bundesliga-Kellerkampf empfängt. Was man mit den „Feuervögeln” vor hat, verrät eine Werbekampagne der Landeshauptstädter: Ein Plakat zeigt Geflügel am Grill!
Dass mit einer solchen Aktion die schon durch die Tabellenkonstellation gegebene Brisanz der Partie auf ein ungesundes Maß hochgeschaukelt werden könnte, befürchtet Jakob Muziol nicht. „Es ist witzig gemeint, wir sind nicht beim Fußball”, glaubt der Pressesprecher der Giganten, dass die Anhänger mit den Losungen der jeweils anderen Seite umgehen können. Hagens Motto lautet: „Heimspiel am Rhein!”
Um dies zu erreichen, haben Sponsoren des Aufsteigers die größte Bus-Flotte bestellt, mit der Hagener Fans seit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1974 in Heidelberg je unterwegs waren. Elf Reisebusse, darunter ein Doppeldecker, werden morgen in Richtung Rhein aufbrechen. Inklusive der Individualreisenden werden mehr als 600 Hagener Anhänger im „Castello” erwartet, das 3670 Besuchern Platz bietet. Gestern waren gut 3200 Tickets abgesetzt. Für Düsseldorf eine stolze Zahl.
„Wir sind ein Retortenklub”, daraus macht Hans-Jürgen Gnad (48) kein Hehl, der seit vergangener Woche Cheftrainer der Giants ist. Nach sechs Niederlagen in Serie musste Vorgänger Achim Kuczmann gehen, Assistenzcoach Gnad, früher auch in Hagen als Spieler und Co-Trainer tätig, rückte nach. Hagens Übungsleiter Ingo Freyer (39) hat sogar zehnmal in Folge verloren, steht mit seinem Team am Tabellenende - und ist noch im Amt. Wenn allerdings auch beim Drittletzten gepatzt wird, muss sich der gebürtige Norddeutsche, der mit Kollege „Hansi” Gnad früher im Nationalteam und für Alba Berlin spielte, auf heftigen Gegenwind einstellen.
„Ich hoffe, von unseren beiden Klubs steigt keiner ab”, das wäre Gnad am liebsten. Aus seiner Zeit an der Volme weiß er: „Hagen ist eine Basketball-Stadt, die in die Bundesliga gehört.” Sein derzeitiger Arbeitgeber Düsseldorf hat die Nachfolge von Bayer Leverkusen angetreten. Als bei den einstigen „Riesen vom Rhein” 2008 finanziell bedingt die Lichter ausgingen, erfolgte der Umzug nach Düsseldorf. Deshalb „Retortenklub”.
„Früher schlug im Westen das Herz des deutschen Basketballs. Köln gegen Bonn und Leverkusen gegen Hagen, das waren Klassiker”, erinnert sich der langjährige Bayer-Akteur Hansi Gnad. „Jetzt droht die Region von der Basketball-Landkarte zu verschwinden.” Zumindest der morgige Sieger wird sich dieser Tendenz mit Macht entgegenstemmen.

00:36
@1
ich glaube nicht !
22:14
Und der Tortentänzer Nummer ist sitzt auf der Bank und nennt sich Trainer.
21:31
Wir (Phoenix) sind allerdings auch ein retortenclub, nur mit dem glück, dass dieser club in einer traditionsreichen basketballregion angesiedelt wurde und sofort breiten zuspruch fand.