Freyer & Co. wollen Basketball-Kultur fördern
25.05.2009 | 19:29 Uhr 2009-05-25T19:29:00+0200
Während Phoenix Hagen nach der sportlichen Qualifikation für die 1. Basketball-Bundesliga (BBL) das dafür nötige Hallenprojekt in Angriff nimmt, wird gerade ein neuer Korbjäger-Klub auf den Weg gebracht. Ein „Verein zur Förderung der (Basketball) Kultur” Hagens.
Seit vielen Jahren krönen Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, Assistenzcoach Steven Wriedt, Ex-Erstliga-Spieler Holm Feyerabend, der befreundete Tim Lipps und andere Korbjäger die abgelaufene Basketballsaison mit einem Kurztrip nach Mallorca. Um Spaß zu haben, Party zu machen und natürlich auch, um das ein oder andere Bier zu trinken.
In der Bierlaune entstehen die schönsten Ideen. Und manchmal sogar ganze Basketballvereine. 2009 wird nun aus einer Schnapsidee Wirklichkeit und aus den Mallorca-Fahrern ein neuer Basketballklub.
„Wir haben alle noch Lust zu spielen. Vor allem aber gemeinsam”, erklärt Tim Lipps, der neue Geschäftsführer des VF(B)K Hagen 09. „In den kommenden Tagen haben wir mit dem Amtsgericht alles unter Dach und Fach und dann ist der VF(B)K ein eingetragener Verein”, so Lipps, der neben dem genannten erstliga-erfahrenen Trio weitere heimische Basketball-Ikonen ins Boot holte. Deutsche Meister (Ralf „X” Risse), Pokalsieger (Adam Fiedler) und sogar einen ehemaligen Europacupsieger: Ingo Freyer, aktuell Chefcoach bei Phoenix Hagen, eroberte einst mit Alba Berlin den Korac-Pokal.
„Zocken” statt Training
„Weitere Spieler, auch mit ehemaligem Bundesligaformat, sind im Gespräch, aber das ist alles noch nicht spruchreif”, so Lipps. Eigentlich sollte der Zusatz „Basketball” im ambitioniert klingenden Vereinsnamen weggelassen werden, doch der Gesetzgeber fordert hier einen sportlichen Hinweis zur besseren Identifikation als Sportverein.
„Das B ist somit ein stilles B. Wir selbst werden uns VFK Hagen nennen”, erklärt Lipps, der mit der Mannschaft, zu der auch der ehemalige Zweitligaspieler Tobias Wiesner zählt, ab September in der 2. Kreisliga auf Punktejagd gehen wird. „Unser vorläufiges Ziel ist die Landesliga”, so der Versicherungskaufmann und künftige Geschäftsführer.
Ähnlich wie bei Phoenix Hagen ist die Hallensituation beim VFK übrigens auch noch nicht abschließend geklärt. „Wir ziehen aber nicht nach Hohenlimburg oder bauen selbst eine Spielstätte. Wir finden schon einen schönen Spielort”, scherzt Lipps.
Zusammen haben die baldigen VFK-Korbjäger weit über einhundert Mal für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Adam Fiedler ist zudem für die polnische Auswahl bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona aufgelaufen. „Das Schöne am VFK ist, dass wir alle miteinander spielen können. Die meisten sind sogar richtig heiß auf die neue Saison”, freut sich Tim Lipps, der bisher wie Teamkollege Burkhard Struwe vorwiegend in der Oberliga aktiv war, auf kommende Spielzeit. „Denn es spielen nur Leute bei uns, die wir so richtig gerne mögen.”
Training wird kaum zu den wöchentlichen Bestandteilen des für die meisten VFKer bald wieder einsetzenden Basketballalltags gehören. „Wir werden uns wohl einmal in der Woche zum Zocken treffen”, so Lipps.
Auch über eine Meldung als Ü35-Mannschaft denkt der VFK aktuell nach. „Da kann man ja noch einmal versuchen, einen dicken Titel einzuheimsen”, blickt Lipps optimistisch in die nahe Vereinszukunft.
19:58
warum man dafür jetzt gleich neuen verein braucht, erschliesst sich mir nicht.
sicher kann man die hbbytruppe aus ehemaligen auch in einem bestehenden bb-verein unterbringen.
22:24
coole idee und eine lustige truppe. da wäre ich auch gerne mit dabei...
wünsche euch allen viel erfolg dabei.
gruß aus augsburg und bis zum bg turnier...
storky