Freiluft-Fahrvergnügen mit Tieflage

Roy Glisson/WAZ FotoPool
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Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Frank Freudenreich stellt beim morgigen Reeser Stadtfest seine Go-Karts aus

Millingen.. Kleine Jungs sind leidenschaftliche Go-Kart-Fahrer. Und nicht nur das Kind im Manne treibt eben jene in die Funmietstation von Frank Freudenreich nach Millingen. In der Bahnstraße 8 können vier Go-Karts mit Straßenzulassung angemietet werden. Nicht nur von Männern.

Nachdem seine Frau einen Schlaganfall erlitten hatte, überlegte Frank Freudenreich, wie er seine hauptberufliche Tätigkeit als Industrieinstallateur reduzieren und sie durch ein Nebengewerbe aufstocken könne. „Damit ich mehr zu Hause sein kann, um meiner Frau beizustehen.“ Immer schon fuhr er gerne auf Kartbahnen, hatte aber die Erfahrung gemacht, dass es im Kreis Kleve und darüber hinaus kaum Anbieter gibt, die Straßen – Go-Karts vermieten. So erwarb er im vergangenen Jahr vier Fahrzeuge.

Einweisung inklusive

Wer ein Straßen-Go-Kart mieten möchte, benötigt eine Führerschein der Klasse 3 B (Pkw). Die Go-Karts haben eine Straßenzulassung und sind Teilkaskoversichert. Im Schadensfall ist eine Selbstbeteiligung von 150 Euro fällig. Frank Freudenreich empfiehlt, telefonisch einen Termin abzusprechen.

In Millingen gibt er dem Mieter zuerst eine Einweisung. „Es ist etwas anderes auf der Straße zu fahren als auf der Kart-Bahn, wo man immer geradeaus fährt und das Steuer ganz fest halten muss. Auf der Straße muss man das Lenkrad locker in der Hand halten, es reagiert halt ganz anders als ein Auto“, so der Fachmann. Besondere Freude bereiten den Fahrern kurvige Strecken. Und die gibt es auch am Niederrhein. „Es ist ein schöneres Gefühl als mit einem Cabrio zu fahren“, bestätigen ihm die Kunden, auch wenn im Go-Kart Helmpflicht besteht. Bei Regenwetter gehen die Geschäfte natürlich nicht so gut. Doch auch Nässe setzt das Fahrzeug nicht außer Gefecht. Getankt wird mit Normalbenzin. 3,5 Liter verbraut es auf 100 Kilometer. „Aber selbst Fahrer, die das Kart für drei Stunden gemietet haben, haben keine 100 Kilometer geschafft. Dazu ist der Spaßfaktor zu groß, um nur Kilometer zu reißen. Vielmehr macht es Spaß, Kurven auszufahren.“ Dabei muss man sich selbstverständlich immer an die vorgegebene Richtgeschwindigkeit halten. Das Kart hat einen Vorwärtsgang, Leerlauf und Rückwärtsgang. Und übermäßig laut ist es auch nicht. Ab 25 Euro pro Stunde staffelt sich die Ausleihgebühr. Bei mehreren Stunden wird’s kostengünstiger. „Meine Kunden waren bisher zwischen 18 und 62 Jahre alt“, sagt Frank Freudenreich.

Frank Freudenreich wird zum Stadtfest erstmals eines seiner Go-Karts ausstellen und per Flyer Interessierte informieren. Wer an diesem Tag bucht, erhält eine Ermäßigung von fünf Euro. Das Go-Kart parkt an der Ecke Fallstraße/Neustraße und ist ein echter Hingucker.