Kreisparteitag
FDP steht hinter Guido Westerwelle
28.02.2010 | 16:15 Uhr 2010-02-28T16:15:00+0100
Siegen. Bei der Kreistagswahl holten sie das beste FDP-Ergebnis in Westfalen, bei den Bundestagswahlen lagen sie „voll im Trend”.
In diesem Sinne soll es für die Liberalen in Siegen-Wittgenstein auch bei der anstehenden Abstimmung auf Landesebene weitergehen, damit Ferdi Heimel und vielleicht auch noch Gerhard Kötter eine Chance haben, nach Düsseldorf zu gehen.
Dafür sei aber noch viel Arbeit zu leisten, beschwor Helga Daub die Delegierten des Kreisparteitages am Samstag in der Aula des Siegener Lyz. Der Kreisverband konnte 2009 einen Zuwachs von zwölf Prozent von 261 auf 293 Mitglieder verzeichnen. 62 Wahlberechtigte waren ins Lyz gekommen, was nicht nur den Vorsitzenden Hans Peter Kunz überraschte: „Wir haben hier schon oft gerade mal mit 40 Leuten gesessen.”
Bezirks- und stellvertretende Landesvorsitzende Angela Freimuth, die trotz heftiger Erkältung nach Siegen gekommen war, stellte sich wie Helga Daub eindeutig hinter ihren Parteivorsitzenden Westerwelle und seine Position in Sachen Hartz IV-Diskussion. Es könne nicht angehen, dass der Fokus nur noch auf den Hilfeempfängern liege. Jene, „die den Karren anschieben, müssen zumindest die gleiche Aufmerksamkeit bekommen”.
Helga Daub berichtete von viel Zustimmung aus der Wählerschaft: „Sage mir keiner, dass wir eine Klientelpartei sind. Wir sind in die Mitte der Gesellschaft gegangen und haben die kleinen und mittleren Einkommen entlastet.” Westerwelle habe eine längst nötige Diskussion angestoßen: „Das hätte er mit politisch korrekten Formulierungen garantiert nicht geschafft.”
Kreisvorsitzender Hans Peter Kunz wurde mit 54 Ja-Stimmen wiedergewählt. Auch der weitere Vorstand wurde im Amt bestätigt. Das schlechteste Ergebnis bekam Ferdi Heimel mit 49 Ja-Stimmen, die meiste Zustimmung Kreistagsfraktionschef Guido Müller. Er zeigte sich zufrieden mit der bisherigen Arbeit und verteidigte die Fünfjahres-Frist für den Siegerland Flughafen.
Doch immer wenn er das „Paulosseum” (das Kreishaus, d.Red.) sehe, erinnere er sich an den Vorschlag der FDP, für weniger Geld neu zu bauen. Jetzt müssten Kreis und Kommunen nach Lösungen für die Zukunft suchen. Beide lägen doch in einem Bett. „Wenn wir mit dem Kreis unter einer Bettdecke liegen, sind es immer die Kommunen, die frieren”, nahm Rudolf Kalteich (Freudenberg) das Bild kritisch auf.
20:19
welch wortwitz in der überschrift... ;-)