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Hernnscheider Kindernest

Familienzentrum statt „MGH“

02.07.2010 | 16:33 Uhr
Familienzentrum statt „MGH“
Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (links) besuchte gemeinsam mit Theo Kruse MdL Innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion (rechts) und Lokalpolitikern das Kindernest in Drolshagen Foto: Heinrich HENDEL

Drolshagen. Nachdem das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ (MGH) am Herrnscheider Kindernest erst für reichlich Wirbel gesorgt hatte und dann durch einen „gestorbenen Zuschuss“ „beerdigt“ werden musste , soll am „Kindernest“ jetzt doch so gebaut werden, wie es für das MGH geplant war.

Darüber informierte der Beigeordnete der Stadt Drolshagen, Peter Spitzer, den Hauptausschuss am Donnerstag Abend. SPD-Ratsherr Thomas Gosmann hatte eine Anfrage zu dem Thema gestellt.

Spitzer erläuterte, dass das „Kindernest“ bereits vor drei Jahren das Zertifikat „Familienzentrum“ angestrebt habe. Da pro Jahr aber nur ein gewisses Kontingent von Kindergärten dieses Zertifikat erhalten könnten, habe das „Kindernest“ warten müssen. Für 2011, so Spitzer, habe der Kreis aber durchblicken lassen, dem „Kindernest“ den Zuschlag zu geben. Wie der Elternverein des Kindernestes das Projekt finanzieren wolle, wisse er im Detail nicht. Es sei von Eigenleistung die Rede und davon, den Innenausbau nach und nach fertig zu stellen.

In abgespeckter Form

Das bestätigte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung auch Wolfgang Seiler, der Vorsitzende des Elternvereins: „Ja, wir rechnen damit, dass wir entweder nächstes Jahr, aber spätestens 2012 Familienzentrum werden.“ Der Anbau werde, was den Rohbau betreffe, genauso erstellt, wie für das Mehrgenerationenhaus geplant - allerdings in „abgespeckter Form“ - eben nur für die Belange eines Familienzentrums. Das gebe aber keinesfalls ein ,Mehrgenerationenhaus durch die Hintertüre’. Seiler: „Auch für Angebote eines Familienzentrums werden zusätzliche Räume benötigt.“

Hintergrund: Kindergärten können sich mit einem Konzept für das Zertifikat „Familienzentrum“ bewerben. Werden sie ausgewählt, haben sie ein Jahr Zeit, ihr Konzept umzusetzen und werden dann von einer Bewertungskommission geprüft. Ein Familienzentrum wird finanziell vom Land gefördert - mit 12 000 Euro pro Jahr - fünf Jahre lang.

Josef Schmidt

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