Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Facebook

Facebook stoppt automatische Gesichtserkennung

21.09.2012 | 18:22 Uhr
Das soziale Internet-Netzwerk Facebook stellt nach Protesten von Datenschützern die automatische Gesichtserkennung von Nutzern in Europa ein.Foto: dapd

Hamburg.  Facebook beugt sich Protesten von Verbraucherschützern und stellt die automatische Gesichtserkennung in Europa wieder ein. Bislang wurden biometrische Daten von Fotos erfasst, um dieselben Personen automatisch auf anderen Fotos zu erkennen und sie ihnen zuzuordnen. Bestehende Daten sollen bis zum 15. Oktober gelöscht werden.

Das soziale Internet-Netzwerk Facebook stellt nach Protesten von Datenschützern die automatische Gesichtserkennung von Nutzern in Europa ein. Bisher wurden die biometrischen Daten von Fotos erfasst, um dieselben Personen auf anderen Fotos automatisch zu erkennen. Dagegen hatten Datenschützer protestiert, auch der zuständige Datenschutzbeauftragte in Irland, wo Facebook seinen europäischen Sitz hat. Das Unternehmen kommt dieser Forderung nun nach.

Video
Hannover, 06.03.12: "Managing Trust" – mit dem Motto der diesjährigen CeBIT will die IT-Industrie Vertrauen zurückgewinnen. Das scheint auch nötig angesichts der beunruhigenden Schlagzeilen über Datenpannen, Hackerattacken und Spionagesoftware.

Es werden demnach keine neuen biometrische Daten mehr erfasst, bestehende Daten sollen bis zum 15. Oktober gelöscht werden. Auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte hatte am Freitag eine Anordnung erlassen, um Facebook davon abzuhalten, die biometrischen Daten seiner Nutzer ohne deren Einverständnis zu erfassen. Zudem forderte er, dass Facebook seine Nutzer über die Risiken der automatischen Gesichtserkennung ausführlich informiert.

Ministerium stellt Facebook "Armutszeugnis" aus

Das Bundesverbraucherschutzministerium in Berlin lobte "das Einlenken von Facebook" als "großen Erfolg für den Verbraucherschutz", wie ein Sprecher mitteilte. Dies zeige, dass bestehendes Recht die Möglichkeit biete, das global agierende Unternehmen zur Einhaltung von Datenschutzbestimmungen zu verpflichten. Gleichzeitig rügte das Ministerium Facebook, weil es erst unter massivem Druck der Datenschutzbehörden und des Bundesverbraucherministeriums reagiert habe. Dies sei ein "Armutszeugnis".

Video
Menlo Park, 27.07.12: Das Börsendebakel des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook geht weiter. Nach Vorlage der schwachen ersten Quartalszahlen stürzte die Aktie auf ein neues Rekordtief. Nur die Zahl der Mitglieder stieg von 901 auf 955 Millionen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die irischen Datenschützer in einem Bericht zahlreiche Kritikpunkte aufgelistet. Facebook-Nutzer sollten besser über die Verarbeitung ihrer Daten informiert werden und der Weitergabe von Informationen an Werbetreibende zustimmen müssen, hieß es darin. Würden persönliche Daten über Nutzer nicht mehr gebraucht, solle Facebook diese Informationen löschen.

Datenschützer loben Fortschritte auf Facebook

In einem aktuellen Bericht finden die irischen Datenschützer hingegen auch Lob für den Internetgiganten mit 900 Millionen Nutzern: Eine Reihe von Kritikpunkten seien behoben worden. "Die meisten unserer Empfehlungen wurden zu unserer vollen Zufriedenheit umgesetzt", schreibt der stellvertretende Datenschutzbeauftragte Gary Davis in einem Prüfbericht, der am Freitag veröffentlicht wurde. Dazu gehört wohl auch Facebooks Rückzieher bei der automatischen Gesichtserkennung. (dapd)

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Iserlohn Roosters kämpfen in Ingolstadt mit den Nerven
Spielbericht
DIe Iserlohn Roosters waren nahe dran an der Verlängerung, verloren aber dann doch gegen den amtierenden Eishockey-Meister Ingolstadt mit 4:3.
Möbelriese: mehr Jobs und Kunden
Möbelriese
Der Mann wich auch gestern nicht von seiner Linie ab: Investor André Kleinpoppen will den Namen des Möbelhauses, das er auf dem Schacht-III-Gelände in...
Dachstuhlbrand bringt Marienstatue in Landhaus zum Vorschein
Brand
Beim Brand des 200 Jahre alten Landhauses kamen eine Marienstatue und ein Erzengel zum Vorschein. Und genau dort endete das Feuer.
Endlich „echte“ Königsklasse
Champions League
96 Spiele werden allein in der Vorrunde der Champions League bestritten. Ein aufgeblasener Wettbewerb und seine Konsequenzen für Vereine und Fans.
Je suis Charlie – so reagiert die Region auf den Terror
"Charlie Hebdo"
Der Terroranschlag in Frankreich hat auch die Menschen in der Region erschüttert. Es wird befürchtet, dass Pegida weiteren Zulauf erfährt.
Fotos und Videos
Final Fantasy Type-0
Bildgalerie
Fotostrecke
Sid Meier's Starships
Bildgalerie
Fotostrecke
Battlefield: Hardline
Bildgalerie
Fotostrecke
Mecklenburgische Seenplatte
Bildgalerie
Fotostrecke
article
7121225
Facebook stoppt automatische Gesichtserkennung
Facebook stoppt automatische Gesichtserkennung
$description$
http://www.derwesten.de/incoming/facebook-stoppt-automatische-gesichtserkennung-id7121225.html
2012-09-21 18:22
Facebook,Soziale Netzwerke,Mark Zuckerberg,Datenschutz,Gesichtserkennung
Meldungen