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Erst mal nur spielen: Trainingsauftakt bei RWO

26.06.2009 | 20:57 Uhr
Erst mal nur spielen: Trainingsauftakt bei RWO

Oberhausen. „Nicht grätschen, nur ein bisschen Fußball spielen.” RWO-Coach Jürgen Luginger gab zum Trainingsauftakt des Zweitligisten an der Landwehr deutliche Vorgaben. Zweitligist RWO startet in die Vorbereitung.

„Nicht grätschen, nur ein bisschen Fußball spielen.” RWO-Coach Jürgen Luginger gab zum Trainingsauftakt des Zweitligisten an der Landwehr deutliche Vorgaben. Klar, der Rasen im Landwehrstadion ist gerade erst frisch aufgearbeitet und soll nicht sofort umgepflügt werden. Außerdem muss man nach vierwöchiger Urlaubspause nicht gleich am ersten Tag in die Vollen gehen, gell? Was für die Gymnastikübungen nicht galt. Da wollte Luginger vollen Einsatz sehen. Ordentliche Sit-Ups und ehrliche Liegestütze.

Trainingsauftakt an der Landwehr. Foto: Tom Thöne

Ob die Spieler während der Pause Kraft gelassen haben, wird sich zudem heute beim Laktat-Test zeigen. Gute Laune brachten auf jeden Fall alle mit. Luginger hat die Urlaubszeit zu einer Woche Kreuzfahrt mit der Aida genutzt. „Tolle Sache, östliches Mittelmeer, hat Spaß gemacht.” Er sah gut erholt aus. Das lässt sich ebenso von Torwarttrainer Manni Behrendt sagen, der Urlaub in Ägypten gemacht hat. Wobei ihm die 25 Grad hier lieber sind als die 40 im Schatten der Pyramiden.

Der sportliche Leiter Günter Bruns kam hingegen ein bisschen blass daher. „Ostsee, etwas Pech mit dem Wetter gehabt.” Gänzlich unbesonnt und damit reinweiß zeigte sich der sportliche Vorstand Thomas Dietz an der Landwehr: „Gar kein Urlaub.” Ist wohl so, wenn man die letzten Verpflichtungen erst kurz vor dem Trainingsstart unter Dach und Fach bringt. Letzter Neuzugang war bekanntlich erst Anfang der Woche Patrick Schönfeld, der vom Bayern-Ligisten FSV Erlangen-Brück an die Landwehr gelotst wurde.

Mit ihm waren auch alle anderen Neuzugänge zum Auftakt erschienen. Die nahmen wacker am Trainingsspielchen teil. Nur Marinko Miletic drehte noch einsam seine Runden am Spielfeldrand. Sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss befindet sich der Neuzugang aus Ahlen noch im Aufbautraining.

Luz, Jamal und Reichert fehlten

Trainingsauftakt an der Landwehr. Foto: Tom Thöne

Gar nicht mit von der Partie waren die Langzeitverletzten Felix Luz und Benjamin Reichert. Von Luz war zu hören, dass der fleißig in der Reha arbeitet, aber noch Probleme am Knie hat – was die offizielle Mitteilung zu Luz' Befinden seit zwei Monaten ist.

Griffiger waren die Aussagen von Kapitän Benjamin Reichert vier Wochen nach seiner Knieverletzung aus dem Spiel beim MSV Duisburg. „Ich war wieder ganz gut im Lauftraining, habe zuletzt aber leichte Schmerzen gehabt. Wenn die bis Montag nicht vergehen, wird der Meniskus wahrscheinlich noch einmal geglättet.” Das würde bedeuten, dass aus den kalkulierten acht Wochen Ausfallzeit rund neun werden würden. „Kann ich mit leben. Hauptsache, es kommt alles wieder klar”, zeigt sich der Mannschaftsführer optimistisch. Zumal er sich schon nach schwereren Rückschlägen zurückgekämpft hat.

So nutzte er die Gelegenheit, unter schattenspendenden Bäumen den Aufgalopp seiner bekannten und neuen Kollegen zu beäugen. Dies mit seinen ehemaligen Mitspielern Tuncay Aksoy und Musa Celik. Aksoy startet mit dem Training in Velbert am 5. Juli. Celik freut sich auf ein einjähriges Gastspiel beim türkischen Zweitligsten Giresunspor. „Montag fliege ich hin, Dienstag ist Trainingsauftakt” sagt Celik.

Celik freut sich auf die Türkei

Für die Chance im türkischen Profifußball lässt er sein Sportstudium zunächst einmal ruhen. „Geht ohne große Formalitäten, ich brauche sowieso nur noch einen Schein”, will er die Chance nutzen. Sprachprobleme wird's für ihn nicht geben: „Mein Türkisch ist zwar nicht mehr perfekt, doch es reicht.” Celik wird allein in die Türkei reisen. „Aber alle paar Monate kann ich schon nach Hause kommen. Macht unser deutscher Trainer bei mehrtägigen Spielpausen ebenso.”

Mit 25 Spielern startet RWO auf dem Papier in die Saison. Doch neben Reichert und Luz fehlte auch Jamal Gay. Der war auf Heimaturlaub in Trinidad & Tobago, soll seinen Anschlussflug – der extra für ihn umgebucht wurde – verpasst haben, so dass es nicht zu einer rechtzeitigen Rückkehr an die Landwehr geklappt hat.

Auf dem Papier sehen die Mannschaftsteile Abwehr und Mittelfeld ordentlich bestückt aus, im Angriff hingegen könnten sich bei einem Ausfall Gays und weiterer Probleme bei Luz schnell Lücken auftun. Denn dann müsste sich der 20-jährige Neuzugang Patrick Schönfeld dann als Stürmer Nummer drei hinter Terranova und König wahrscheinlich schneller als geplant nach vorn spielen.

Samstag werden auf jeden Fall zunächst mal fünf Testspieler an der Landwehr begutachtet, die die noch vakante Position im linken offensiven Mittelfeld belegen könnten.

Peter Voss

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