Energieriese Vattenfall will 3,5 Milliarden Euro von Deutschland für Atomausstieg
21.12.2012 | 15:35 Uhr 2012-12-21T15:35:15+0100
Stockholm. Vattenfall musste im Zuge des Atomausstiegs aus der Kernkraft zwei Meiler in Deutschland abschalten. Das Geld dafür will sich der Konzern nun vom deutschen Staat zurückholen.
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verlangt nach Medienangaben aus der deutschen Staatskasse rund 3,5 Milliarden Euro Schadenersatz für den Atomausstieg. Die Stockholmer Wirtschafts-Tageszeitung "Dagens Industri" nannte die Zahl am Freitag ohne Angaben von Quellen. Vattenfall wollte sich dazu nicht äußern.
Finanzmarktminister Peter Norman äußerte in dem Blatt Zustimmung zum Vorgehen des Staatskonzerns: "Ich bin informiert und finde es angemessen, dass Vattenfall Forderungen an den deutschen Staat wegen verminderter Einnahmen aus der Kernkraft stellt."
Krümmel und Brunsbüttel sind abgeschaltet
Vattenfall betreibt die schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel , die seit längerem abgeschaltet sind. Seine Forderung nach Schadenersatz wegen der dauerhaften Stilllegung durch den deutschen Atomausstieg hat das Unternehmen bei einem nichtöffentlichen US-Schiedsgericht eingereicht.
Vattenfall will eine saftige Entschädigung von der Regierung: Laut einem Zeitungsbericht fordert der Energiekonzern 3,5 Milliarden Euro Schadensersatz von Deutschland.
Unternehmenssprecher Ivo Banek sagte der Nachrichtenagentur dpa zu der aus Stockholm gemeldeten Streitsumme von umgerechnet 3,5 Milliarden Euro: "Wir haben uns bisher nicht zu der Schadenshöhe geäußert und wollen das auch weiter so halten." Vattenfall gehört in Deutschland zu den vier größten Stromversorgern. Branchenführer Eon fordert von der Bundesregierung mindestens acht Milliarden und der Konkurrent RWE mindestens zwei Milliarden Euro Schadenersatz für den Atomausstieg . (dpa)

19:53
Was hat diese Scheiss-Liberalisierung des Strom-Marktes eigentlich an Vorteilen für
den Endverbraucher gebracht ?
Mal abgesehen von den jährlichen 10 Prozent Preiserhöhungen und der dauernden
Gefahr von Netzausfällen ...
Wieso Vorteile für den Verbraucher? Sie haben da was falsch verstanden...:-))
11:10
Ich kann Vattenfall verstehen. Deren Situation wäre so, als wenn ich mein altes Auto von roter auf gelbe Feinstaubplakette umgerüstete hätte aber nun nur noch Autos mit grüner Plakette fahren dürfen.
Es muss eine Investitionssicherheit für Unternehmen geben.
sagte der Pressesprecher der deutschen Atomindustrie!
Glückauf bis zum nächsten GAU!
10:24
Glücklich ist, wer vergisst, dass Vattenfall seine beiden "Buden" einst im Zuge der Neuordnung der Revierverhältnisse von den HEW kaufen solltedamit nicht andere deutsche Stromkonzerne "zu mächtig" werden. Leider ohne genug Personal der beiden Anlagen "zu renovieren". Anschließend hatte VENE (Vattenfall Europe Nuclear Energy) im Glauben an das rot-grüne Atomgesetz viel Geld in die alten AEG-Buden investiert, um die gesetzlich festgelegte Restlaufzeit auszufahren.
Nun wird -wieder per Gesetz- die Betriebserlaubnis entzogen, ohne finanziellen Ausgleich. Die Klage ist also völlig berechtigt und die Bundesrepublik Deutschland hat zu zahlen, wenn sie sich nicht mit mittelamerikanischen Bananenrepubliken auf eine Stufe stellen will. Die Klagen von RWE, EON und EnBW liegen bestimmt auch schon in den Schubladen.
Ob die Konzerne das Geld brauchen, steht auf einem anderen Blatt. Vattenfall z.B. "druckt" sein Geld nicht mit "atomstrom", sondern durch Braunohle - und das nicht erst seit 2011.
10:02
Danke für die Energiewende Frau Merkel. Es reicht ja, wenn ich wie in Biafra nur noch trockenen Reis fresse, weil das Kochen, sowie andere Nahrungsmittel für Menschen unter der Armutsgrenze dann nicht mehr erschwinglich sind.
Das haben Sie wirklich gut gemacht. Hochachtung.
09:01
Die Energieversorger sind diejenigen, die in unvorstellbarem Umfang vom Staat, sprich von den Steuerzahlern subventioniert wurden. Es schmerzt natürlich, wenn nun aufgrund des Atomausstieges die Gelddruckmaschine langsamer eingestellt werden muss. Man hatte sich so sehr auf jährlich explodierende Gewinne eingestellt.
Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig auf veränderte Bedingungen einstellen, fahren weniger Gewinne ein. Bisher hat der Steuerzahler diese fehlenden Gewinne bereits finanziert - siehe 70 Mrd. Jobcenter-Leistungen für Aufstocker, die zu Hungerlöhnen arbeiteten, seit Januar 2005. Offenbar wollen die Energieversorger nun auch ein Stück dieses Kuchens geniessen. Wahrscheinlich schielt man auch hinüber zu den Banken, die ihre durch Kriminalität verursachten Verluste sozialisierten. Um von der eigenen Gier abzulenken, hat man ja HartzIV-Empfänger, die man als Sozialschmarotzer beschimpfen kann. Dieses Land ist ziemlich verkommen.
19:56
3,5 Jahre Gefängnis für die Fordernden währen passend...und originell währen 3,5 Minuten elektrischer Stuhl...wollen wir aber denen nicht zumuten, Mensch bleiben...
18:56
Mit jeder Schlagzeile dieser Art muss man sich fragen, wo die Energie-Maffia uns hintreibt. Diese Ohnmacht kotzt mich an.
01:47
Und der Bürger wird zahlen ! Ganz einfach, der Ausstieg und die Abschaltung ist politisch verordnet. Die Kraftwerke sind nicht defekt und könnten weiter laufen! Unsere Politiker haben sich mit ihrere Bauernschläue mal wieder ans Messer geliefert. Aber egal, der Bürger blecht !
Zudem hat die BRD sich verpflichtet den Atom Müll ( Brennstäbe ) zu entsorgen und für die Entsorgung zu bezahlen ! Da zahlen die Atomstrom Produzenten keinen cent ! Ich gehe mal davon aus, das das alle Atomfreunde wissen ;-)
Das einzige was die EVUs zahlen ist der Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung des in dem Atomkraftwerkes anfallendes Mülls.
Aber auch hier sieht man beim THTR 300 das es anders geht. RWE hat sich mit einer Summe freigekauft. Nun darf das Land den Reaktor entsorgen. Genauso wie das baugleiche Modell in Jülich was nur knapp einem Gau wie in Russland entgangen ist.
Buerger99 wäre einer der ersten der schreit, sollte die Atommüllentlagerung privatisiert werden
Gemäß §21 des deutschen Atomgesetzes ist der Verursacher von radioaktiven Abfällen verpflichtet die Kosten für die Erkundung, Errichtung, sowie den Unterhalt von Anlagen zur geordneten Beseitigung des Abfalls zu tragen.
Quelle: Wikipedia
Gut gemeint, aber mit Fakten und Wissen erreichen Sie die ideologisch "main-ge-streamten" Medien-Marionetten.. ääh.. "sachlich informierte Bürger" nicht.
Es ist von oben herab gewollt, den scheinbaren Schulterschluss mit den strickenden Juchtenkäferhütern zu suchen und die Kernenergie, deren Sicherheit in Deutschland unbestritten ist, der theoretisch denkbaren, aber unwahrscheinlichen Option auf eine "schwarze" Bundeskanzlerin 2014 zu opfen. Zu diesem Zweck auch die große Nebelkerze namens Energieausstieg - ähh.. "wende":-)
Das ist falsch
Die Konzerne bilden Rückstellungen für...
- Entsorgung Brennelemente
- Entsorgung sonstiger Müll
- Rückbau
Nachzulesen in jedem Geschäftsbericht
00:50
Hoffentlich holt der Staat sich das Geld für die Entsorgung der Brennstäbe zurück.. ich glaube... das könnte teurer werden... frohe Weihnachten und einen schönen Tag
21:33
Bin mal gespannt auf die Antwort unserer Bundesregierung. Ich tippe auf: "Nee, eigentlich nich, aber irgendwie sind wir doch schliesslich verpflichtet, und dann all die schönen Arbeitsplätze, und überhaupt legen wir das so lange und und um und um, bis es gar nix kostet. Und mit dem Gewinn daraus bauen wir dann neue Leitungen und sichern der Wirtschaftsstandort".