Einem Sturz kann man vorbeugen
04.09.2009 | 16:36 Uhr 2009-09-04T16:36:00+0200Essen. Stürze sind besonders für ältere Menschen folgenschwer. Oft ziehen sie eine lange Rehabilitationszeit nach sich und enden nicht selten mit Selbstständigkeitsverlust.
Mehr als die Hälfte der 85jährigen stürzen ein mal im Jahr. „Grund genug, sich über die Vorbeugung von Stürzen Gedanken zu machen“, sagt die Physiotherapeutin am Marien-Hospital Herne Sarina Funke.
Stolperfallen beseitigen
Im Alltag verstecken sich oft viele Stolperfallen, die ältere Menschen beseitigen sollten. Dazu gehören beispielsweise rutschende Teppiche, herumliegende Kabel, und andere Einrichtungsgegenstände.
Die Sturzgefährdung kann durch Tests festgestellt werden
Nach einem Sturz oder in Folge einer Osteoporose-Behandlung wird vielen Patienten eine Physiotherapie empfohlen.
„Um die Sturzgefährdung von Patienten festzustellen, machen wir verschiedene Tests“, sagt Funke. Dabei werde der Bewegungsablauf beim Gehen, der Gangwert und das Gleichgewicht überprüft. „Nach den Tests kann ein spezielles Training festgelegt werden, welches genau auf die jeweiligen Defizite des Patienten ausgelegt ist.“
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Viele Patienten kommen aber nicht gezielt zur Physiotherapie, da ihnen Stürze oft peinlich sind. Außerdem haben sie Angst, ihre Selbstständigkeit zu verlieren und verschweigen deshalb Unfälle. Aus diesem Grund sollte der Hausarzt nach Sturz und Gangverschlechterung fragen. Erzählt ein Patient von mehreren Stürzen in kurzer Zeit, sollte er an eine physiotherapeutische Praxis weitergeleitet werden. Denn: Die Brüche entstehen meist nicht beim ersten Sturz. Wird schon früh gezielt die Bewegung geschult, können Stürze mit schmerzhaften Brüchen verhindert werden.

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