Ein West-Duell auf Augenhöhe
20.11.2009 | 21:17 Uhr 2009-11-20T21:17:00+0100
Hagen. Endlich ein Duell auf Augenhöhe - nach fünf klaren Niederlagen in Serie - erhofft sich Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen am Samstag ab 15 Uhr gegen die Giants Düsseldorf.
Vom Titelfavoriten sind beide Kontrahenten jedenfalls gleichweit entfernt, das zeigen die hohen Schlappen von Phoenix (64:90) und Giants (62:88) in dieser Woche bei Alba Berlin.
Eines der wenigen NRW-Duelle der Basketball-Bundesliga interessiert auch den Landessender: Weil der WDR am Sonntag in seiner Sendung „Sport aktuell" (17.20 - 17.50 Uhr) Ausschnitte der Partie zwischen Hagen und Düsseldorf zeigen will, wurde das fünfte Phoenix-Heimspiel auf den ungewohnten Nachmittags-Termin (Hochball 15 Uhr) vorgezogen. Erstmals vor Fernseh-Kameras - für DSF-Liveübertragungen ist der Aufsteiger bis Jahresende ja nicht berücksichtigt - würden die Gastgeber sich nach fünf Niederlagen in Serie gern auch von der besseren Seite zeigen. „Von den nächsten sechs Spielen sind fünf Heimspiele”, weiß Trainer Ingo Freyer, „davon müssen wir was gewinnen. Und Düsseldorf ist die erste Chance.”
Zumal auch die Giganten nach der Mittwochs-Lehrstunde von Berlin ähnlich wie Phoenix nicht mit übergroßem Selbstvertrauen antreten dürften. Den Unterschied zu den Gastgebern, deren Stamm acht US-Amerikaner um die starken Koko Archibong und Brendan Winters sowie der erfahrene deutsche Aufbauspieler Gordon Geib bilden, macht Freyer aber auch deutlich: „Die Giants sind erfahren, eingespielt und haben auf fast allen Positionen gute Schützen.“
Was für die Hagener momentan nur theroretisch gilt, gerade aus der Distanz und von der Freiwurflinie moniert der Coach schwache Wurfquoten. Ein Beispiel ist Chase Griffin, dessen Dreierquote von 40 % im Aufstiegsjahr auf aktuell 22 Prozent sank, auch Aufbaukollege Andre McGee präsentierte sich in Berlin nach zuvor leichter Aufwärtstendenz wieder im Tief. „Einige haben noch nicht ihren Rhythmus gefunden”, weiß Freyer, „das muss bald kommen, immerhin ist schon ein Viertel der Saison um.”
Gegen die Düsseldorfer setzt er vor allem auf seine einigermaßen formstabile Centergarde, zumal Jonathan Kale seine Bänderverletzung erstaunlich schnell überwunden hat. Doch Freyer weiß auch: „Um das Spiel zu gewinnen, müssen wir unsere Chancen von außen nutzen.” Nach der Genesung von Kale steht ihm der komplette Kader zur Verfügung, auch der in Berlin wegen seiner Verpflichtung als Nachwuchs-Coach fehlende Kapitäm Matthias Grothe ist wieder dabei.
Hagener stehen unter Druck
Dass die auch nach neuem Wertungssystem mittlerweile im Tabellenkeller angekommenen Hagener vor der Heimspielserie unter Druck stehen, ist auch Geschäftsführer Oliver Herkelmann bewusst. „Natürlich müssen wir da punkten”, sagt er, betont aber auch: „Wir gehen in keines der nächsten drei Heimspiele als Favorit. Die Gegner sind alle erfahrener und tiefer besetzt.”
0mitdiskutieren