Ein perfekter Mai-Feiertag für Phoenix Hagen
02.05.2010 | 21:47 Uhr 2010-05-02T21:47:00+0200Hagen. Der „Tag der Arbeit” wurde für die Fans des Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen zu einem perfekten Mai-Feiertag. 1000 mitgereiste Anhänger bejubelten in Paderborn nicht nur den 85:78 (44:42)-Saisonabschluss-Sieg ihrer Mannschaft, sondern viel mehr noch den Klassenerhalt.
Die wichtigste Arbeit hatte 371 Tage nach dem Aufstieg ins deutsche Basketball-Oberhaus der Fahrer des Hagener Mannschaftsbusses zu leisten. Er musste die „Feuervögel” so unfall-, pannen- und staufrei über 122 km transportieren, dass sie in der Sporthalle am Maspernplatz auflaufen und dafür den „Antrittspunkt” einheimsen konnten. Als die mit zehn Bussen und unzähligen Pkw angereisten Phonix-Fans beim Betreten der Spielstätte die Hagener Spieler beim Warmmachen vorfanden, wussten sie, dass nichts mehr schief gehen konnte. „Nie mehr zweite Liga”, klang es durch die Halle.
Obwohl die gastgebenden Baskets schon vor Spielbeginn als Absteiger feststanden, entwickelte sich eine sehr intensive und hoch spannende Partie. „Wir wollten uns unbedingt mit einem Sieg aus der ersten Liga verabschieden”, begründete Paderborns Interimstrainer Dirk Happe, der künftig in der Bischofsstadt als Sportdirektor fungieren wird und die Baskets in die BBL zurückführen will, das große Engagement der Gastgeber. Die Hagener indes waren nicht weniger motiviert: „Wenn so viele Fans solch eine Fahrt mitmachen, dann will man sie auch belohnen”, meinte Phoenix-Spielmacher Chase Griffin.
Er selbst durfte allerdings nur bis kurz vor der Pause dabei mittun. Exakt 1:14 Minuten vor der Halbzeit handelte sich der mit 449 Punkten (Durchschnitt 13,2) erfolgreichste Hagener Bundesliga-Korbjäger sein zweites „unsportliches Foul” ein und wurde für den Rest des Spiels disqualifiziert. Zumindest die zweite Schiedsrichter-Entscheidung war höchst strittig.
Michael-Hakim Jordan schon im Vorfeld aussortiert, aber am Samstag in Zivil in der Halle, und dann in Halbzeit zwei auch noch ohne Griffin, das waren für Phoenix erschwerte Bedingungen in Halbzeit zwei. Aber die Feuervögel nahmen die Herausforderung an. Der zunächst schon als „Fehleinkauf” apostrophierte litauische Spielmacher Rolandas Alijevas nutzte seine Rekordspielzeit von mehr als 31 Minuten, um nachzuweisen, dass er tatsächlich ein „Guter” sein kann. Sein „Dreier” zur 47:42-Führung nach der Pause leitete einen Hagener Zwischenspurt ein, der die Feuervögel mit 62:50 nach vorn brachte. „Oh wie ist das schön”, freuten sich die vielen Fans.
Aber auch die stimmlich meist klar unterlegenen Paderborner Anhänger wurden noch einmal laut. Denn die Baskets gingen mit einer 15:0-Serie im Schlussabschnitt noch einmal mit 76:73 in Führung. Beim Stand von 78:74 (38.) war es ausgerechnet der von Bord gehende Kapitän Matthias Grothe, der mit einem Dreier zum 78:77 die letzte Trendwende im letzten Saisonspiel einläutete. Ein darauf folgendes Dreipunktspiel von Alijevas brachte die „Feuervögel” mit 80:77 nach vorn (39.), die in den Schlusssekunden nach Fouls der Baskets von der Freiwurflinie aus erhöhten. „Dass wir in dieser Saison die Klasse gehalten haben, ist genauso hoch einzuschätzen wie der Aufstieg vor einem Jahr”, zog Coach Ingo Freyer ein positives Fazit.
Statistik
webmoebel Baskets Paderborn: Moore (29, 4/5 Dreier), Lieneke (13, 3/5 Dreier, 8 Rebounds), Oehle (10), Barrett (9), Haynes (8, 1/3 Dreier), Terwilliger (4), Simon (3, 1/2 Dreier), Huelsewede (2), Sheffield.
Phoenix Hagen: Turek (16, 10 Rebounds), Jonusas (16, 3/9 Dreier), Kale (15), Alijevas (13, 1/2 Dreier, 7 Rebounds), Pryor (10, 1/4 Dreier), Kruel (8), Grothe (5, 1/2 Dreier), Kristof Schwarz (2), Griffin, Malte Schwarz.
Viertel: 24:25, 18:19, 17:27, 19:14.
Teamstatistik: 47:46 Prozent Wurfquote, 9/15:6/20 Dreier, 15/26:21/30 Freiwürfe, 36:38 Rebounds, 10:11 Assits, 17:11 Ballverluste.
Zuschauer: 2500.

13:30
Schön, dass sich die Mannschaft noch mal als solche präsentiert hat! Schade, dass Jordan nicht mehr mitspielen durfte! Freue mich auf die neue Saison mit dem bewährten Trainerteam und neuen Spielern, sowie eigenen Spielern, die dann in die Bundesliga reinwachsen (Fleetwood, Schwarz- Bros.etc.)! Ich finde, Aufstieg und Klassenerhalt muss man auch mal als Gesamtleistung sehen und würdigen!
09:20
Schmeißt endlich den Trainer raus ! !
Der größte Sprücheklopfer aller Zeiten !