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Ein besonderes Lokalderby

30.11.2009 | 17:41 Uhr

Regionalligadamen des TuS Lintfort müssen Sonntag zum Aufsteiger Etus Wedau. Der Anpfiff ist um 18 Uhr

Kamp-Lintfort.

An der Tabellenspitze ist ein Dreikampf entbrannt. Der TuS Lintfort, die HSG Union Halle und der TuS Nettelstedt, nehmen mit jeweils 12:2 Punkten die Plätze ein, sind nur durch die Tordifferenz getrennt. Um weiterhin im Aufstiegsrennen zu bleiben, darf es keine Ausrutscher geben. Die Zechenstädterinnen treten am Totensonntag um 18 Uhr bei Etus Wedau an.

Der Aufsteiger aus Duisburg gehört zweifelsohne zu den positiven Überraschungen. Der Verein will in dieser Saison einzig den Klassenerhalt und ist bislang auf einem guten Weg. Das Team um Trainer Rainer Schwarz rangiert derzeit auf Tabellenplatz sechs, mit tollen 8:6-Punkten. Lintfort ist sicherlich Favorit – doch die Aufgabe wird kein leichter Spaziergang. Etus Wedau schwimmt nach dem Aufstieg weiterhin auf einer Euphoriewelle. Allein der sensationelle 28:27-Erfolg in Nettelstedt lässt aufhorchen.

Viele junge

Spielerinnen

Die Gastgeberinnen stellen ein intaktes Team, das harmoniert. Die vielen zum Großteil jungen Spielerinnen kennen sich schon aus gemeinsamen Jugend-Oberliga-Zeiten. Etus Wedau hat seine Vorzüge in der Deckung – das System ist in der Regel auf eine defensive Variante abgestimmt. Insbesondere der Innenblock mit den großgewachsenen Spielerinnen Tina Pletz und Anja Krohm ist schwerlich zu überwinden. Mit Sabrina Windeit steht eine reaktionsschnelle Torhüterin auf der Linie. Wedau hat bislang immerhin weniger Tore als Lintfort kassiert.

Die Angriffe werden aus einer Kombination von einstudierten Abläufen sowie individuellen Stärken vorgetragen. Für Tore aus dem Rückraum sorgt Ina Pusch; beim Gegenstoß überragt Regina Gensch. „Es ist ein Nachbarschaftsduell, im dem immer eine besondere Brisanz steckt”, weiß TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Zudem werden wir als Tabellenführer nun gejagd. Jeder Gegner will uns nun ein Bein stellen. Aber darauf sind wir gefasst.” Bettina Grenz-Klein weiter: „Meine Mannschaft muss im Angriff den Ball schnell und gekonnt laufen lassen. Es gilt die defensive Etus-Deckung mit Tempo auseinander zu ziehen.”

Lintfort sollte mit genügend Selbstvertrauen auflaufen. Insbesondere die gute zweite Halbzeit zuletzt gegen Bayer Leverkusen zeigt welche Qualitäten das Team besitzt.

Michael Bluhm

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