Duell der Center Jeffers und Kruel steht im Fokus
31.10.2008 | 01:09 Uhr 2008-10-31T01:09:02+0100Hagen. Das Dejavu-Erlebnis will Phoenix Hagen unbedingt vermeiden: Vor Jahresfrist reiste der Basketball-Zweitligist nach gutem Saisonstart Anfang November zum TV Langen - und kassierte mit 83:101 die erste böse Schlappe. ...
... Auch am Samstag gastiert der Tabellendritte um 19.30 Uhr bei den Langenern - und ist angesichts einer Bilanz von 8:2 Punkten gegen die Hessen (2:8) Favorit.
"Mit der letzten Saison beschäftigen wir uns nicht mehr", will Ingo Freyer nur ungern an den 3. November 2007 erinnert werden: "Das ist komplett abgehakt." Ein bisschen allerdings muss sich der Phoenix-Coach schon noch mit dem vergangenen Spieljahr beschäftigen, denn mit Kyle Jeffers ist der letztjährige Hagener Center mittlerweile tragende Kraft in Langen. Anders als in etlichen Partien bei Phoenix liefert der 23-jährige US-Amerikaner beim TVL bisher überzeugende Zahlen ab, führt die gesamte ProA-Division in Sachen Rebounds (11,0) und Effizienz an.
"Für Kyle ist Samstag sicherlich ein besonderes Spiel, wenn er auf seine alte Mannschaft trifft", weiß Langens Trainer Fabian Villmeter, der besonders die mannschaftsdienliche Spielweise des 2,06-m-Centers hervorhebt: "Er ist eminent wichtig für das Teamgefüge. Es ist toll, einen solchen Spieler in Langen zu haben." Interessant dürfte das Duell von Jeffers mit seinen ehemaligen Teamkollegen sein, besonders aber mit seinem Nachfolger auf der Centerposition - Bernd Kruel. Der ist übrigens in der Liga-Statistik in Sachen Rebounds (4.) und Effizienz (5.) ebenfalls weit vorn platziert, spielt dabei in der starken Phoenix-Rotation sechs Minuten weniger im Schnitt als Jeffers. "Natürlich schauen die Leute immer, wie sich aktuelle gegen Ex-Spieler schlagen", weiß Kruel, "ich werde aber kein Privatduell daraus machen. Wir müssen unser Konzept als Team durchziehen, dann gewinnen wir auch."
Dabei steht Phoenix am Samstag einer überwiegend sehr jungen Mannschaft gegenüber: Topwerfer ist 2,09-m-Flügeltalent Robin Benzing, der wie Spielmacher Kai Barth mit Doppellizenz auch bei Erstligist Skyliners Frankfurt im Kader steht. Sebastian Barth, der Phoenix im Vorjahr besonders ärgerte, und der türkische Routinier Koray Karaman komplettieren den Stamm, während mit Jeremy McCulloch und Ryan Lancaster zwei US-Amerikaner nicht so viele Spielanteile haben. "Ein gutes Konzept, dass Langen jungen Spielen so die Chance zur Weiterentwicklung gibt", befindet Ingo Freyer, der zudem auf die nur knappen Niederlagen der Hessen gegen hoch eingeschätzte Teams wie Bayreuth, Bremen und Kaiserslautern verweist. Bei den Kirchheim Knights, die jüngst den Mitteldeutschen BC von der Tabellenspitze stürzten, schafften die Langener sogar ihren bisher einzigen Sieg.
Dabei soll es am Samstag nach dem Willen der Hagener bleiben, die sich nach den Dreharbeiten für den Kinofilm "Hangtime" seit Mittwoch wieder auf den realen Basketball konzentrieren konnten. Die häufig wiederholten fiktiven Jubelszenen in der Kabine am Ischeland würden Bernd Kruel und seine Teamkollegen indes gern morgen in der Langener Georg-Sehring-Halle wiederholen.

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