Dual studieren spart Zeit

Hochschultag Kreis Unna mit 41 Workshops und Schnupperangeboten für Schüler. Hier erstaunt ein Roboter der FH Dortmund.
Hochschultag Kreis Unna mit 41 Workshops und Schnupperangeboten für Schüler. Hier erstaunt ein Roboter der FH Dortmund.
Foto: Dietmar Wäsche

Kamen..  Wohin nach dem Abi? Welches Studienfach, welche Uni, welche Zulassungsbegrenzungen sind aktuell und wie viel Platz bleibt, wenn doppelt so viele Studenten wie bisher im kommenden Jahr an die Hochschulen strömen?Der dritte Hochschultag im Kreis Unna stand ganz im Zeichen des sogenannten Doppeljahrgangs, auch wenn das die, die es eigentlich betrifft, offensichtlich längst verinnerlicht haben.

„Das war nicht unbedingt das Thema, nicht für die, die es tatsächlich betrifft, die Schüler haben längst begriffen, was ihnen inzwischen jahrelang eingebleut wurde“, sagt Arp Hinrichs von der Fachhochschule Südwestfalen. „Die meisten sind sehr gut organisiert.“ Und nutzten die Chance, sich über die Angebote der 13 Hochschulen zu informieren, einen der 41 Workshops zu besuchen und Vorträge zu hören. Rund 1500 Anmeldungen zählte Sabine Leiße, Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität beim Kreis Unna und federführend bei der Organisation des mittlerweile dritten Hochschultages.

Kombi-Modell für mehr Chancen

Das Ziel: Die Schüler sollen mit dem Hochschultag eine Orientierung erhalten und das Ganze als Prozess begreifen. Auch, wenn es eng wird. „Wir sind bestens darauf vorbereitet, haben mehr Lehrkräfte eingestellt und mehr Platz geschaffen, bei uns muss niemand auf der Treppe sitzen,“ sagt Daniel Hofberg vom Bereich Informatik der Fachhochschule Dortmund. Das ist allerdings nicht überall so, deshalb müssen sich die künftigen Studenten ziemlich intensiv damit auseinandersetzen, wie und wo sie ihre berufliche Zukunft starten.

Nicht umsonst war das Interesse an einem Dualen Studium besonders groß: Wer Ausbildung und Studium miteinander verbindet, spart Zeit und hat gleichzeitig höhere Chancen, direkt übernommen zu werden.

Semi-virtuelles Lernen

Ein Modell, das unter anderem die Hochschule am Campus Unna anbietet: Ein semi-virtuelles Lernkonzept und mit intensiven Präsenzphasen verbundenes Onlinestudium, das hohe Flexibilität verspricht. „Optimale Voraussetzungen, um Beruf und Studium miteinander zu vereinen“, sagt Prof. Dr. Bernd Siepmann. Besonders nachgefragt am Campus Unna: Die Angebote Management und Sport.

Es blieb Zeit genug, sich auszutauschen und Studiengänge und Berufsziele mit den Vertretern der Hochschulen zu erörtern. Nicht jeder, der gekommen war, will auch tatsächlich in absehbarer Zeit studieren. Das spürte unter anderem auch der Vertreter der Bundeswehr, Matthias Rosseck. Seinen Vortrag über die Offiziersausbildung wollten in diesem Jahr doppelt so viel Schulabgänger hören als noch ein Jahr zuvor.