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25-Jährige erwürgt

DNA-Analyse belastet Ex-Freund der getöteten Olperin

10.02.2010 | 12:17 Uhr

Olpe. Der Verdacht gegen den in Untersuchungshaft sitzenden 27-Jährigen erhärtet sich. Wie die Westfalenpost erfuhr, sprechen die Ergebnisse der DNA-Analyse dafür, dass der irakische Asylbewerber seine ehemalige Freundin (25) in der Fritz-Reuter-Straße in Olpe getötet hat.

Die Ermittler halten sich derzeit allerdings noch bedeckt. Offiziell war am Dienstag nichts zu erfahren. „Die Untersuchungen dauern noch an. Sie sind noch nicht abgeschlossen", sagte der Siegener Staatsanwalt Günter Scholz.

Nach Informationen der Westfalenpost liegt jedoch eine ganz entscheidende DNA-Analyse bereits vor. Unter den Fingernägeln der Getöteten wurden vergangene Woche Spuren zur Untersuchung zum Landeskriminalamt geschickt. Und diese stammen vom 27-Jährigen. Dabei drängt sich die Vermutung auf, dass sich die 25-Jährige gewehrt und am Täter festgekrallt hat, als sie erwürgt wurde.

Aufwändige Untersuchung

Weitere Recherchen ergaben, dass die Ermittler noch auf eine weitere Auswertung bei den DNA-Spuren warten. Dabei handelt es sich um ein Halstuch. Diese Untersuchung ist zeitaufwändiger.

Der zuletzt in Gerlingen lebende Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe hingegen weiterhin. „Ich habe ihr nichts getan", versicherte er den Vernehmungsbeamten.

Obduktion in Siegen

Wie berichtet, hatte die Mutter ihre alleinlebende Tochter am 25. Januar tot in der Wohnung gefunden. Noch einen Tag zuvor hatte eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses die dunkelhaarige Frau lebend gesehen. Eine Obduktion im Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus ergab, dass sie erwürgt wurde.

Die Spur führte die Ermittler recht schnell zu dem 27-Jährigen, mit dem die Getötete bis November vergangen Jahres gemeinsam in der Wohnung in der Fritz-Reuter-Straße lebte. Der verhaftete 27-Jährige lebte zuletzt von Hartz IV. Er ist noch mit einer anderen Frau verheiratet und hat ein Kind.

Weitere Ermittlungen

Im Mai 2009 wurde er bereits verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil der 25-Jährigen, mit der er zu dem damaligen Zeitpunkt noch gemeinsam in der Wohnung in der Fritz-Reuter-Straße lebte.

Auf Anfrage bestätigte gestern Rechtsanwalt Willy Müller, dass er die Verteidigung des 27-Jährigen übernommen hat. Doch auch der Advokat aus Gerlingen hielt sich bedeckt: „Nach derzeitigem Stand kann ich noch nichts sagen, da weitere Ermittlungen anstehen und ich noch Gespräche mit dem Beschuldigten führen werde. Es stellt sich für uns aber die Frage, ob ein Haftprüfungstermin in Anbetracht der noch nicht überzeugenden Beweissituation in Betracht kommt."

Roland Vossel

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