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Die Rechnung, bitte!

05.11.2009 | 22:30 Uhr
Die Rechnung, bitte!

Moers. Bundesligist Moerser SC hat mit Generali Haching, dem Pokalfinalgegner der vergangenen Saison, noch etwas zu begleichen.

Eigentlich haben die Moerser Adler Schuld daran, dass sich Generali Haching vor dem Start der aktuellen Volleyball-Bundesliga-Saison selbst zum Meisterschaftsfavorit erkoren hat. „Wir wollen Meister werden”, gab Mihai Paduretu, Trainer bei Generali Haching, das Saisonziel vor, „das sage ich mit aller Deutlichkeit.” Hintergrund war der Erfolg im Pokalfinale gegen den Moerser SC. Nach dem Pokal kann eben nur die Meisterschaft kommen.

Ivan Perez (vorne) war im März im Pokalfinale dabei – und musste mitansehen, wie Haching den Pott mitnahm. Foto: Olaf Fuhrmann

Doch so einfach ist es dann doch nicht, am VfB Friedrichshafen vorbeiziehen zu können. Das merkten die Unterhachinger bereits am zweiten Spieltag, als es beim Abo-Meister ein 1:3 gab. Und am vergangenen Spieltag – dem fünften – lief es auch gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen nicht rund. Erst im Tiebreaker – und dort denkbar knapp mit 20:18 – setzte sich Generali Haching durch.

Wie sie sich gegen den Moers SC schlagen werden und ob die Adler die Rechnung aus dem Pokalfinale begleichen werden, kann heute, 19.30 Uhr, in der Sporthalle Adolfinum ganz genau beobachtet werden.

Alle Stammspieler sind geblieben

Das Team aus dem Münchner Vorort ist nicht schlecht und vor allem eingespielt: Alle Stammspieler sind geblieben.

Mit Eugen Bakumovski, Max Günthör, Sebastian Schwarz, Patrick Steuerwald und Ferdinand Tille stellte Haching im Sommer fünf Spieler für den Kader der deutschen Nationalmannschaft. Armin Dewes stand als sechster Hachinger auf der Warteliste. Mit Eugen Bakumovski, Huib den Boer und Marco Liefke haben außerdem drei Akteure der Gäste MSC-Erfahrung.

Für Moers wird es wichtig sein, den Top-Block mit Max Günthör, Armin Dewes und Roy Friedrich zu überwinden.

Blumen statt Pokal: Tobias Neumann war beim Finale gegen Generali Haching ebenfalls dabei. Foto: Olaf Fuhrmann

Doch MSC-Coach Chang Cheng Liu lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Für ihn ermöglicht die deutliche Überlegenheit des Gegners ein freies Aufspielen der Adler. „Wir wollen natürlich immer gewinnen, aber wir haben Siege gegen Friedrichshafen oder Vizemeister Haching nicht unbedingt einkalkuliert”, gibt der Trainer aber zu. „Das Hachinger Aufgebot ist schon beeindruckend. Wir spielen praktisch gegen die deutsche Nationalmannschaft – zumindest gegen einen großen Teil des nationalen Kaders. Da ist unser junges Team von vorneherein im Nachteil. Aber wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen.” Er will von Beginn an Druck machen.

Eines ist für Liu jetzt schon klar. Das mit der Hachinger Meisterschaft wird nicht klappen. „Friedrichshafen macht wieder das Rennen”, prognostizierte der MSC-Coach – ohne Resignation – nach der Partie gegen Bottrop.

Da kann sich Haching auf den Kopf stellen. Und dabei wollen die Moerser heute helfen – und eben noch die Rechnung begleichen.

Uwe Zak

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