Die Haut im Sommer richtig pflegen
20.07.2010 | 15:04 Uhr 2010-07-20T15:04:00+0200
Essen.Endlich Sommer. Nach dem Feierabend oder in der Mittagspause genießen jetzt viele Menschen die Sonne. Für die Haut bedeutet das jedoch keine Entspannung, sondern Stress. Doch wie pflegt man sie im Sommer richtig?
Sonnenschutz ist im Sommer ein absolutes Muss. Denn abhängig vom Hauttyp, droht oft schon nach wenigen Minuten Sonnenbrand. Aber auch an die richtige Pflege muss jetzt gedacht werden.
Sommer und Winterhaut – der kleine Unterschied
Die Haut ist eigentlich perfekt ausgestattet: „Damit sie glatt und geschmeidig bleibt, hat sie einen eigenen Schutz, die so genannte Lipidschicht“, sagt Reinhard Mrotzek, Dermatologe aus Datteln. „Doch Witterung – ob Sommer oder Winter, können den schützenden Mantel zerstören.“ Während im Winter die Haut von trockener Heizungsluft und dem Wechsel zwischen warmen Wohnungen und Büros und der kalten Luft draußen beansprucht wird, sind im Sommer Hitze und Sonne ein Problem. Und das wirkt sich auch auf die Hautpflege aus: „Produkte, die im Winter genutzt werden, sollten jetzt besser ganz hinten im Schrank verstaut werden“, so der Dermatologe. „Im Sommer braucht die Haut eine andere Pflege.“
Sonne und Schweiß trocknen die Haut aus
Sommer, Sonne, Strand – der perfekte Urlaub. „Doch für die Haut bedeutet das Stress“, sagt Mrotzek. Steigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, schwitzen wir stärker - der Schweiß spült die Lipidschicht weg. „Zwar nicht unwiderruflich, aber die Regeneration kann bis zu 24 Stunden dauern.“ Ohne Fettfilm wird die Haut rissig und juckt, deshalb sollte man sie jetzt eincremen.
Wer sich bei heißen Temperaturen im kühlen Nass von Meer oder Freizeitbad erfrischt, sollte danach unbedingt duschen, rät der Dermatologe. „Denn Salz aus dem Meerwasser und Chemikalien aus Freibädern, belasten die Haut zusätzlich.“
Creme ist nicht Lotion
„Der Unterschied zwischen Bodylotions oder Cremes ist der Wasseranteil“, sagt Mrotzek. „Lotions enthalten generell mehr Wasser.“ Deshalb seien sie im Sommer besonders bei trockener Haut geeignet. Ob die genutzte Pflege ausreicht, ist einfach zu bestimmen: „Wer seine Haut nicht spürt, wenn sie nicht kribbelt oder juckt, ist die Pflege richtig“, sagt Mrotzek. Auf vielen Produkten ist auch gekennzeichnet, für welchen Hauttyp sie geeignet sind.
Expertentipps für den Sommer:
• schnell einziehende Cremes mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil zu nutzen Gesichtswasser ohne Alkohol zu verwenden
• auf fettige, ölige Cremes zu verzichten
• möglichst Pflegemittel ohne Konservierungsstoffe zu nutzen
• anstatt Seife besser rückfettendes Duschgel nutzen
Make-up oder Puder sind auch im Sommer erlaubt. „Aber es empfiehlt sich, die Haut vorher mit Sonnenschutz einzucremen und erst danach das Make-up aufzutragen“, sagt Mrotzek. „Genauso wie zu jeder anderen Jahreszeit gilt: abends gründlich abschminken, damit sich die Haut erholen kann.“
Vorsicht bei Hautkrankheiten
„Es gibt Hautkrankheiten, auf die sich die Sonne positiv auswirkt wie Akne“, sagt Mrotzek. „Aber bei vielen anderen Hautkrankheiten ist das nicht so.“ Deshalb sollten Betroffene vor einem längeren Sonnenbad zum Hautarzt gehen. Wer unter Pigmentflecken leide, sollte die Sonne meiden, denn diese verstärke die unschönen Hautstellen.

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