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2. Fußball-Bundesliga

Die Fortuna wird zum Zuschauer-Magneten

12.08.2011 | 22:20 Uhr
Die Fortuna wird zum Zuschauer-Magneten

Düsseldorf. Ein kleines Geheimnis dürfen wir an dieser Stelle schon verraten. Fortuna versucht sich am Montag im Zweitliga-Kick bei Eintracht Frankfurt (20.15 Uhr, Arena) auch optisch in der Rolle des Spitzenreiters. Wie bei der Tour de France tragen die Schützlinge von Cheftrainer Norbert Meier, so war zu hören, Gelb. Weil gegen rot-schwarze Hessen weder das rote Heim- noch das schwarze erste Auswärtsdress passen.

Wäre hilfreich, wenn das im Vergleich zum Vorsaisondress etwas dunklere Tabellenführer-Gelb den Fortunen Glück bringen würde. Dann würde das fühl- und messbare Hoch, ein anhaltender Hype wie nicht oft in den vergangenen 50 Fußball-Jahren der Flingerner weiter befeuert.

Optimisten rechnen nächsten Freitag zum Heimspiel gegen 1860 München schon mit über 30.000 Gästen in der Arena – wenn die Mannen um Coach Meier am Montag in Frankfurt nicht gerade sang- und klanglos baden gehen.

Nur 13-mal über 20.000 Fans

Nur 13-mal in den vergangenen 50 Spielzeiten hat die Fortuna im Schnitt mehr als 20.000 Menschen für ihre Heimspiele begeistert. Dreimal in Serie wurde die magische Marke nur einmal geknackt: im Bundesliga-Hoch von 1972 bis 1975. Als mit den Plätzen drei, drei und sechs die sportlich stärkste Phase zu notieren war – sieht man von den späteren DFB-Pokalsiegen 1979 und 1980 sowie dem Europapokalfinale 1979 gegen den FC Barcelona (3:4 nach Verlängerung) ab.

Sportlicher Erfolg und Zuschauerzuspruch waren in der Vergangenheit stets deckungsgleiche Indikatoren. Von 1996 bis 2003 beispielsweise, dem Abstieg von der Bundesliga in die Viertklassigkeit, schrumpfte der Zuspruch von 25.079 auf nur noch 3515 Getreue pro Heimspiel. Aus diesem Tal erwuchs weitere sieben Jahre später das erstaunlichste Hoch seit der Saison 1961/62: 28.007 Fans im Schnitt! Es brauchte dabei nicht, wie in der Vergangenheit immer, die „große“ Bundesliga. Und auch nicht die Zugpferde a la Bayern München, Borussia Dortmund oder etwa Schalke 04.

Arena als großes Plus

Die beiden Unterschiede zu den früheren Dellen in der oben gezeigten Zuschauerkurve: Die zweite Liga wird seit einigen Jahren medial wie eine erste Liga behandelt, wirkt deshalb auf jene Fortuna-Sympathiesanten, die einst nur bei Spitzenfußball ihren Eintritt an der Kasse bezahlten, ähnlich attraktiv wie das Oberhaus. Ständige TV-Live-Übertragungen befeuern das Gefühl, man verpasse etwas, wenn man nicht hinginge.

Ob Freiburg oder Hannover, Greuther Fürth oder Aachen – der Ansporn, in die Arena zu pilgern, ist offenbar für viel mehr Besucher als noch vor zehn oder 15 Jahren der gleiche. Apropos: Die im September 2004 eröffnete Arena erweist sich für das durch den Zweitliga-Aufstieg verbreiterte Publikuminteresse als Vorteil. Stimmung und Wohlfühlfaktor sind im Vergleich mit dem alten Rheinstadion gestiegen. Was sich auch am signifikant guten Frauenanteil im Publikum zeigt.

Michael Ryberg


Kommentare
13.08.2011
22:30
Die Fortuna wird zum Zuschauer-Magneten
von Ruhrpottfortune | #1

Tor des Monats von Sascha Rösler !!!!
Ist das Geil !!!!!!!

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