Die Entdeckung der Langsamkeit
18.06.2012 | 08:38 Uhr 2012-06-18T08:38:00+0200
Tempo 50 in der Stadt – was sonst? Seit 65 Jahren gilt die Grenze, von der man vergessen hat, dass ihre Ursprünge auf die Nazis zurückgehen. Die Auto-besessenen Narren hatten gleich zu Beginn ihrer Schreckensherrschaft die bis dahin in den deutschen Ländern übliche Grenze abgeschafft: nämlich Tempo 30.
Dass „unser“ Tempo 50 auf 90 Prozent der innerstädtischen Straßen viel zu viel ist, daran gibt es längst keine ernstzunehmenden Zweifel mehr. Bleibt die Frage, was sinnvoller ist: Alle Wohnstraßen mit 30-km/h- oder Tempozonen-Schildern zuzupflastern, oder bei einem generellen Tempo 30-Gebot hinter dem Ortseingangsschild nur die Hauptverkehrsachsen mit extra aufgestellten Schildern auszunehmen.
Schnellfahren in der Stadt muss die Ausnahme sein
Die Antwort ist gar nicht so schwer: Schnellfahren in der Stadt muss die Ausnahme sein, wo die Umstände es erlauben. Im Zweifelsfall gilt die wiederentdeckte Langsamkeit: Tempo 30, zugunsten von Fußgängern, Spritverbrauch und Lärmminderung. Diese Umkehrung erlaubt auch die Einführung flexiblerer Tempogrenzen auf einzelnen gut ausgebauten Durchgangsstraßen statt starrem Tempo 50. Da dürfen es dann auch mal als Höchstgrenze zweimal 30 km/h sein.

20:24
Das Argument Lärmminderung und geringerer Verbrauch zieht nicht, manche fahren nun mal in höheren und manche in niedrigeren Gängen. Wenn ich im 2. Gang 30 fahre, ist das wesentlich lauter als wenn ich 50 in einem höheren Gang fahre, das ist rein Drehzahl- und nicht Geschwindigkeitsabhängig. Das mit der Sicherheit mag eingeschränkt stimmen, aber das kann auch die Fußgänger dazu animieren, weniger aufzupassen. Man darf nicht vergessen, dass sie selbst auch für (ihre) Sicherheit verantwortlich sind.
21:41
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:36
Die Braunen haben uns auch die Autobahnen eingebrockt. ABSCHAFFEN, ALLES ABSCHAFFEN
Warum? Na weil im Parteiprogramm der Grünen Abschaffen und Verbieten grösser als groß geschrieben wird.
16:51
"Seit 65 Jahren gilt die Grenze, von der man vergessen hat, dass ihre Ursprünge auf die Nazis zurückgehen."
Wenn jetzt während der Nazidiktatur möglicherweise vielleicht irgendwann mal schönes Wetter gewesen wäre, müssten wir dann nicht auch schönes Wetter verdammen?
Schöne neue Welt!
10:02
Die Nazis haben auch das Kindergeld und die Steuerfreiheit der Nachtzuschläge eingeführt. Müssen die jetzt auch verboten werden oder nur das, was in die eigene Demagogie passt?
09:49
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:58
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:28
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:30
oh Mann, die Argumente der Tugendwächter werden immer skuriler. Jetzt wird zwischen "unserem Tempo 50" auch noch ein Bogen zu den Nazis gespannt. Haben die Nazis etwa im Rest Europas auch für dieses Tempo-Limit gesorgt?
Na klar! Die haben das für den Blitzkrieg eingeführt, damit die möglichst schnell überall hinkommen ;)
Nein, Scherz beiseite. 30 wird doch eh das neue 50. Jeder fährt doch mittlerweile 60-70 wo 50 ist und zu viele bereits weit über 70. Da ist ein generelles 30 doch zu begrüssen, solange die Hauptverkehrsstrassen noch 50-70 erlauben. Dann sollte in 30 Zonen aber auch ab 50 geblitzt werden und nich bei 1kmh zu viel.
Moderne Autos (automatikgetriebe, guter beschleunigung & antischlupfregelung) kann man einfach viel zu leicht, sehr schnell auf eine hohe Geschwindigkeit bringen, was bei überreagierenden Menschen oft zu einem Unfall führt.