Der Pilz, der die Bräune frisst
11.08.2009 | 09:32 Uhr 2009-08-11T09:32:00+0200Zum Sommerurlaub gehört die Bräune, wie der Sand zum Meer. Wenn sich auf der gebräunten Haut auf einmal weiße Flecken bilden, könnte das eine Pilzerkrankung sein.
Gebräunte Haut ist sexy und schön. Doch was, wenn sich auf der Bräune helle Flecken abzeichnen? Ursache ist ein Pilz, der „Pityriasis versicolor“, auch bekannt als „buntgescheckte Kleieflechte“.
Der Pilz „frisst“ die obere Hautschicht und stört damit die Bildung des Pigments Melanin, welches die Haut bräunt. Folge: häßliche runde oder ovale Flecken, die meist hell, gelegentlich aber auch bräunlich sind.
Unschöne, aber harmlose Hauterkrankung
Die Pilzinfektion ist ungefährlich und nicht ansteckend. Meist spürt der Betroffene nicht einmal, dass sich der Schmarotzer von seiner Haut ernährt. Der Pilz juckt nur gelegentlich und ist absolut schmerzlos. Trotzdem sollte man zum Hautarzt gehen. Denn auch andere Krankheiten können sich durch Flecken bemerkbar machen.
Wie entsteht die Pityriasis versicolor?
Der Pilz lebt bei fast jedem Menschen auf der Haut und an den Haarwurzeln. Durch starkes Schwitzen kann er sich rasch vermehren. Darum tritt die Erkrankung auch meist im Sommer auf. In seltenen Fällen kann die Flechte auch durch erhöhten Blutzucker, aber auch durch die Pille oder eine Schwangerschaft entstehen. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Vermehrung des Pilzes.
Behandlung
Durch äußerliche Behandlung mit einem Antipilzmittel wird die Haut von der lästigen Kleieflechte befreit. Antipilzmittel gibt es in Form von Cremes, Lotionen und Gels.
Wichtig ist es, die Kopfhaut gleich mitzubehandeln, entsprechende Shampoos und Waschlösungen sind in der Apotheke erhältlich.
Selten gibt es schwere Formen der Krankheit, die auf eine äußerliche Behandlung nicht ansprechen. In solchen Fällen kann der Arzt eine Therapie mit Medikamenten, zum Beispiel Tabletten, verordnen.
Auch wenn die Haut wieder gesund ist, bleiben die hellen Flecken meist noch sichtbar. Da hilft nur ein Sonnenbad.

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