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Vorgeburtliche Diagnostik

Der geprüfte Embryo

05.07.2012 | 19:04 Uhr
Der geprüfte Embryo
Der vorgeburtliche Gen-Check wird so normal werden wie heute eine Ultraschalluntersuchung.Foto: dapd

Schritt für Schritt nimmt die Medizin die Fortpflanzung unter technische Kontrolle. Immer schneller nähern wir uns dem Ideal, ein garantiert gesundes Kind zu bekommen. Die Methoden, das Erbgut der Ungeborenen zu durchleuchten, werden immer raffinierter und preiswerter. Und mit der Zahl der Angeboten wird auch die Nachfrage steigen. Der vorgeburtliche Gen-Check wird so normal werden wie heute eine Ultraschalluntersuchung.

Sebastian Urbanski hat das Down-Syndrom. Bei der Pressekonferenz zur Einführung des umstrittenen Bluttests sagte der Schauspieler: „Ich finde, dass der Test verboten werden sollte. Wir Behinderte sind auch Menschen.“ Hätte es den Bluttest schon früher gegeben, vielleicht wären er – und viele andere – nie geboren worden? Wie viel Potenzial, wie viel Bereicherung und Talent ginge verloren? Auf nichts anderes pochte Urbanski als auf sein Recht auf Leben und Respekt.

Es gibt kein Recht auf ein gesundes Kind

Jedes Paar will ein gesundes Kind. Und Eltern, die um ihr genetisches Risiko wissen, werden alle Mittel ausschöpfen, um Gewissheit über die Gesundheit ihres Kindes zu erlangen. Auch das ist ihr gutes Recht. Trotzdem ist die Frage berechtigt, wie tief wir in unsere Erbinformationen blicken wollen. Die Medizin will Leid ersparen, doch ein Recht auf ein gesundes Kind gibt es nicht.

Christopher Onkelbach



Kommentare
06.07.2012
10:00
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