Der Euro braucht Zeit für Reformen
29.07.2012 | 18:35 Uhr 2012-07-29T18:35:00+0200
Die Euro-Krise macht keine Sommerpause. Spitzenpolitiker auch nicht. Auszüge einer Sommerwoche: Der Bundeswirtschaftsminister lässt wissen, ein Euro-Austritt Griechenlands habe seinen Schrecken verloren. Sodann bekunden die Regierungschefs in Paris und Berlin unerschrocken, man werde alles tun, um die Eurozone zu schützen. Das sagt dann der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) auch, der zumindest die Mittel dazu hat. Womit die Euroretterei wieder beim bislang gänzlich erfolglosen Anwerfen der Notenpresse angekommen wäre, denn nichts anderes ist der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Der spanische Europaminister erinnert an die Hilfe beim Aufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und mahnt mehr Solidarität an.
Vor zwei Jahren ist Irland unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft – bald will das Land ihn wieder verlassen. Doch der Sparkurs auf der Insel hat Folgen. Irland hat noch immer mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen und viele Menschen kehren ihrer Heimat den Rücken.
Zum Poker-Club verkommen
Solidarität? Wozu das denn? Das europäische Haus ist augenscheinlich zum Poker-Club verkommen. Die Schwachen wollen schmerzfreiere Hilfe von den Starken, die Starken fürchten die Überforderung. Derweil ist der Dachstuhl abgebrannt. Europa hat das nicht verdient. Was der Euro braucht: Sparprogramme und Reformen in den Südländern, gleichzeitig mehr Zeit und Zinsentlastung in den rezessionsgeplagten Ländern. Ein entsprechender Vorschlag von den Wirtschaftsweisen liegt vor. Die Kraft zur Umsetzung braucht aber die Politik.
00:49
Es zeugt von großer Naivität, dass die Rückkehr zu den Nationalwährungen einfach sei.
20:47
Nicht Europa sonder der Euro steckt in einer Vertrauenskrise. Die EU besteht aus 27 Staaten, von denen 17 den Euro haben. Gehören die Nicht-Eurostaaten damit nicht zu Europa ? Zur Erinnerung sei gesagt, dass das "Haus Europa" mal als Montanunion startete, dann wurde es die EWG, dann EU. Gut 40 Jahre war diese Gemeinschaft nicht auf einen Euro gebaut und hat dennoch funktioniert. Wenn man die EU als politisches Projekt retten will gehört dert Euro zunächst einmal abgeschafft ! Als Fundament für das "Haus Europa" hat er sich als ungeeignet erwiesen !!
18:43
Der Euro ist und bleibt ein großer Fehler ( laut Prof.ök. Otte ) der schleunigst behoben werden müsste. Schon die unterschiedlichen Wirtschaftssysteme in der EU ( und Euroländern) zeigen die Schwachstellen auf.
17:58
Der Euro ist eine Mißgeburt die ausschließlich von Politikern (Kohl) gewollt war und gegen deren Einführung sich alle Fachleute gewährt haben. Nur Dummköpfe verharren bei der Erkennung von Fehlern beim Weitermachen. Besser einen Schlußstrich ziehen und zu alten Währungen zurück kehren. Das täte auch der Freundschaft unter den Europäern gut. Beim Weiter so verlieren wir Deutschen, vor allem unsere Kinder, Enkel und Urenkel am meisten.
22:47
Das neoliberale Mantra: Sparprogramme und Reformen in den Südländern...
Die Sparprogramme sind kontraproduktiv und dei Reformen sehen so aus, dass die ********* genau das Rezept verfolgen sollen, das Deutschland verfolgt hat und mit dem es die ********* in die Krise getrieben hat.
Die EZB ist eine so genannte Zentralbank. Sie ist keine "Sparkasse“.
Verluste der EZB sind nicht zwingend durch den Steuerzahler zu begleichen.
Anders als eine Geschäftsbank muss eine Zentralbank Verluste nicht ausgleichen.
Eine Zentralbank kann das Geld, das sie schuldet, selbst schöpfen.
Die Angst vor Inflation kann man vergessen, denn kein einziger Euro frischen Geldes wird geschöpft. Es erfolgt einfach eine Bilanzkorrektur, die sich außerhalb der kursierenden Geldmenge abspielt.