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Dem Papst fehlt das Händchen fürs Personal

28.05.2012 | 17:32 Uhr

Dass Benedikt XVI. kein Händchen hat fürs Personal, das weiß man aus seinen Zeiten als Uni-Professor. Dass es unklug war, Tarcisio Bertone zum Kardinalstaatssekretär, zum Spitzenmann der Kurie zu befördern, auch daran besteht kein Zweifel.

Bertone mag Ratzinger als Theologe in der Glaubenskongregation, als „Mann fürs Grobe“, viel geholfen haben, ihm fehlen aber die Manager-Fähigkeiten zum Führen eines Behördenapparats und jegliches politisches Gespür. Das wirkt sich als Lücke in der Kirchenleitung umso gravierender aus, als auch Benedikt XVI. mit politischem Gespür nicht eben gesegnet ist.

Die Unruhen im Vatikan wachsen aus dieser Lücke. Dass Bertones Seilschaften eigenhändig an den Intrigen der vergangenen Jahre mitgestrickt haben, macht die Sache noch schlimmer. Bei den Machenschaften heute weiß man im einzelnen gar nicht mehr, wer welche Folgen gegen wen oder für jemanden bezweckt; das Gesamtbild des Vatikans indes ist verheerend.

Der Papst könnte sich etwas Luft verschaffen, indem er wenigstens Bertone in Pension schickte. Das unterbleibt aber, um nicht das Gesicht zu verlieren. Benedikt konzentriert sich lieber auf anderes: Er korrigiert ein Versäumnis im Heiligsprechungsprozess der Hildegard von Bingen aus dem 14. Jahrhundert. Das sind für ihn offenbar die wirklich wichtigen Dinge.

Paul Kreiner

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Kommentare
29.05.2012
16:36
Dem Papst fehlt das Händchen fürs Personal
von Elaxa | #1

Na hoffentlich lesen sie dann was Hildegard schrieb, die hatte nämlich die Vision dass am Ende der Zeiten die katholische Kirche den Antichrist gebiert....! Und während die "Kirche" in ihren Akten stöbert um Zeichen und Wunder in der Vergangenheit rauszuzaubern, gehen andere Christen längst auf die Straßen und TUN was JESUS gesagt hat.

Die jüngste Geschichte um den Vatikan zeigt dass es garnicht mehr um GLAUBEN GEHT, sondern nur noch um MACHT; GELD, VERTUSCHUNG. Wer ist nun schuldiger, der Diener, der alles an die Öffentlichkeit bringt oder ein PAPST, der Mitwisser ist von so vielen Verbrechen, nicht nur der Bank, sondern auch an den Missbräuchen, an Vertuschung und wer weiß was noch alles.
Klar da kann man schnell jemanden heilig sprechen um von den schlimmen Hintergründen abzulenken. Alles nur noch Augenwischerei

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