Das Lippetor hat ausgegammelt

Am Freitag wird das Lippetor vor dem Dorstener Amtsgericht (formal) zwangsversteigert.
Am Freitag wird das Lippetor vor dem Dorstener Amtsgericht (formal) zwangsversteigert.
Foto: Hans Blossey

Dorsten.. Das gammelnde Lippetorcenter (seit zehn Jahren insolvent) wird am Freitag einen neuen Besitzer bekommen.

Formal wird es zwar um 11 Uhr im Amtsgericht Dorsten zwangsversteigert. Hinter den Kulissen jedoch ist Investor Herbert Krämer (hkm Management AG Bergisch-Gladbach) längst mit der Sachsenbank als Hauptgläubiger des seit zehn Jahren insolventen Zentrums über Kauf und Preis einig. Seit einiger Zeit trägt er bereits die laufenden Kosten für den Standort.

Projektentwickler Krämer interessierte sich bereits seit 2008 für das Objekt. In Bergisch-Gladbach betreibt er zwei ähnliche Center. Seine Dorstener Pläne hat er erst vor einigen Wochen vorgestellt. Hier will er nach dem Abriss auf der Grundfläche des alten Gebäudes ein neues Einkaufscenter mit etwa 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Ein Jahr kalkuliert er für die Planungsphase und Verhandlungen mit Mietern, ehe der Bau beginnen kann.

Für den Fall, dass die hkm-Pläne nicht verwirklicht werden können, sichert sich die Stadt ein (günstiges) Vorkaufsrecht, um die Leidensgeschichte des alten Centers auf jeden Fall zu beenden.