Das Karnevalskostüm der Rodler ist preisverdächtig
15.02.2010 | 11:40 Uhr 2010-02-15T11:40:00+0100
Vancouver.Ganz ehrlich, ich bin auch nach Vancouver gefahren, um dem närrischen Treiben zu entfliehen. Vancouver ist eine karnevalsfreie Zone. Ohne Konfetti und ohne Pappnasen.
Mit meinen Kostümen von früher hätte ich eh ein Problem. Als Chinese geht hier schon jeder Zweite. Und muss sich nicht verkleiden. Als Cowboy würde ich wegen des Colts bei der Sicherheitskontrolle einen terroristischen Bedrohungsfall auslösen. Für eine Krise ganz anderer Art hat Paul Neuner gesorgt. Paul Neuner ist Magdalena Neuners Papa und zittert hier vor Ort mit seiner Lena, wenn sie durch die Wälder von Whistler flitzt und Medaillen jagt. Daheim im bayerischen Wallgau ist jetzt der Notstand ausgebrochen. Der Pauli, wie Lenas Papa daheim genannt wird, dirigiert nämlich die Blaskapelle, den Stolz des Dorfes. Ausgerechnet vor dem Kehraus-Ball am Karnevalsdienstag fehlt nun der Chef der Musi.
Aber wenn sich der Pauli an einem Biathlon-Ruhetag mal abseits der Loipe umsieht, könnte er skurrile Outfits entdecken, die beim Kostümball preisverdächtig wären. Muskelbepackte Rodler in ihren superengen High-Tech-Anzügen könnten als Fleischwurst gehen. Und die japanischen Eisschnellläuferinnen in ihren goldenen Kapuzenanzügen mit gut sichtbar eingearbeiteten String-Tangas sind auch reichlich narrisch. Was heißt eigentlich Helau auf Japanisch?

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