Das Finale ist ein ganz anderes Spiel
01.01.2009 | 20:17 Uhr 2009-01-01T20:17:48+0100VOLLEYBALL. Nach dem eindrucksvollen Pokalhalbfinale gegen SCC Berlin trifft der MSC im Endspiel nun auf Generali Haching.
Bereits vor dem Pokal-Halbfinale gegen den SCC Berlin hat Georg Grozer einen 3:1-Erfolg in seinem persönlichen Handy-Archiv abgelegt. "Aber diesen einen Satz mussten wir auch nicht abgeben", revidiert der Trainer des Volleyball-Bundelsigisten Moerser SC nach dem klareren 3:0 am vergangenen Montag seine Prognose. Er hatte die Gäste eben stärker eingeschätzt: "Berlin hat den größeren Kader, das Spielerpotenzial ist größer, dadurch haben sie viel mehr Möglichkeiten." Doch am Ende setzten sich die Adler eindrucksvoll durch.
Jetzt wartet im Pokal-Finale am Sonntag, 8. März, 15.30 Uhr, im Gerry-Weber-Stadion im westfälischen Halle, Generali Haching auf den MSC. Denn einen Tag nach dem Finaleinzug der Moerser komplettierte Haching die Endspielpaarung - mit einem überraschenden 3:1-Erfolg gegen Dauerfinalisten und Serienmeister VfB Friedrichshafen.
"Wir haben es vorgemacht"
"Wir haben es vorgemacht, dass Friedrichshafen nicht unschlagbar ist", so Grozer. "Jetzt versucht es jeder." Mittlerweile hat auch der VC Bad Dürrenberg/Spergau in der Liga gegen den VfB gewonnen.
Auf wen Moers im Endspiel treffen würde, war Grozer vor dem Halbfinale egal. Weder vor Friedrichshafen noch vor Haching hätten die Adler Angst. Nur Respekt. Allerdings - die Bundesliga-Partie gegen Generali Haching vom 15. November 2008 hat sich der MSC-Coach bereits zweimal ganz genau angeschaut. Haching gewann das Hinrundenspiel in Moers mit 3:0.
"Das war einfach schlecht", hat Grozer die Schlappe längst abgehakt. "Das Finale ist ein anderes Spiel, beide Mannschaften treten nicht zuhause an." Obendrein soll Haching mit Blick auf das Finale schon vom ersten Titelgewinn gesprochen haben, erzählt der MSC-Trainer. So etwas motiviert seine Adler besonders. 2006 und 2007 stand der MSC schon im Pokalfinale in Halle. Doch darin sieht Grozer keinen Vorteil. "Es ist kein Spieler mehr beim MSC, der vor zwei Jahren dabei war." Beim Finale 2006 war Georg Grozer senior noch kein MSC-Trainer.
Nun hofft er auf "den achten Mann auf dem Feld" - auf die Zuschauer. Fünf Busse stellt der Verein zur Verfügung, ein weitere Bus kommt vom Westdeutschen Volleyball-Verband. "Ich denke, dass wir ein paar 1000 Leute dorthin bringen. Die Fans geben den Jungs auch Sicherheit", sagt Grozer. Und die ist am 8. März ganz wichtig.
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