Dankeschön mit einem Projekttag
20.07.2009 | 20:30 Uhr 2009-07-20T20:30:00+0200
Kreuztal. Sie wollten „nicht nur als Besucher kommen, sondern auch etwas zurückgeben”. Und das, was Heiner Giebeler, der Israel-Beauftragte des Kreisjugendrings beschreibt, haben die 42 Jugendlichen am Montag in Kreuztal auch getan: etwas für die Menschen in ihrer Gastgeberstadt geschaffen.
Kreuztal. Sie wollten „nicht nur als Besucher kommen, sondern auch etwas zurückgeben”. Und das, was Heiner Giebeler, der Israel-Beauftragte des Kreisjugendrings beschreibt, haben die 42 Jugendlichen am Montag in Kreuztal auch getan: etwas für die Menschen in ihrer Gastgeberstadt geschaffen.
Sicher auch symbolisch die Baumpflanzung am Ferndorfufer, gemeinsam mit Hans-Dieter Krause von der Fischereigenossenschaft. Sehr unmittelbar in der Erlersiedlung, wo die Mädchen im „Görlspoint” den Teilnehmern des Jugendaustauschs die Unwirtlichkeit ihrer Umgebung schilderten: Spontan beraumten die Jugendlichen aus dem Partnerkreis Emek Hefer und ihre Kreuztaler Gastgeber eine Müllsammelaktion an. Auch der Kindelsbergpfad hätte frisch polierte Wegweiser bekommen - wenn es denn für den Einsatz der Farbe nicht zu nass gewesen wäre.
Der jüdische Friedhof in Burgholdinghausen, 1804 von Benjamin Moses angelegt, ist auch ein Zeugnis aus der Zeit, als jüdische und christliche Bürger in Kreuztal selbstverständlich nebeneinander lebten. Aber nicht nur: Die Gruppe, die den Zaun erneuerte, den Weg schotterte und Steine putzte, entdeckte auf einem der sechs Gräber die Gedenkplatte, die an die im KZ ermordeten Angehörigen der Familie Rosenhelm erinnert. Auch Tatjana Kaltenbach, Leiterin der städtischen Friedhofsabteilung, kam mit nach Burgholdinghausen, beeindruckt von Interesse und Engagement der Jugendlichen.
Bleibend ist auch die Dokumentation: Zusammen mit Henning Klaus vom Radio-Förderverein Siegerland-Wittgenstein produzierte eine Gruppe in der Stift Keppeler Radiowerkstatt eine Sendung für den Bürgerfunk, die Sonntag ab 19 Uhr bei Radio Siegen ausgestrahlt wird - unter anderem mit der Erkenntnis, wie wenig die deutschen und die israelischen Jugendlichen voneinander unterscheidet: Auffällig ist vor allem die bei den Israelis ungleich stärker entwickelte Lust am Singen...
Mittwoch ist in
Kreuztal Abschiedsfest
Dienstag besucht die Gruppe eine Moschee in Marl, Mittwoch ist Abschiedsabend in Kreuztal. Donnerstag geht es über Eisenach für ein letztes Wochenende nach Berlin. Die Gedenkfeier an der „Station Z” im ehemaligen KZ Sachsenhausen bei Oranienburg wird ein besonders bewegender Programmpunkt sein.

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