Dank an Knud Drieling für Offenheit und klare Worte

Foto: Iris Kopitzki

Alstedde. . „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Pfarrer Knud Drieling am Sonntag im Rahmen seiner Verabschiedung im Gemeindehaus.

Lachend, weil er mehr Zeit für die Seelsorge habe und keine Verwaltungsaufgaben mehr erledigen müsse. Weiterhin werde er seine Besuche im Krankenhaus tätigen, Gottesdienste halten und Sakramente spenden. Weinend, weil er gerne noch vier weitere Jahre als Gemeindepfarrer tätig gewesen wäre bis zur Vollendung seines 75. Lebensjahres.

„Wir sind heute mit großer Dankbarkeit zusammengekommen“, meinte Heike Heimann aus dem Gemeindeausschuss. Denn Drieling habe St. Ludger entscheidend geprägt. Stets habe er Offenheit den Menschen und ihren Sorgen gegenüber gezeigt, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und anderen Religionen, Mitgefühl gegenüber Schwächeren.

„Er unterstützte die Gemeinde, wo er nur konnte, fand aber auch klare Worte, wenn etwas nicht stimmte“, so Heimann. Das Feiern des Gottesdienstes und seine Aufgaben in der Gemeinde seien ihm ein großes Anliegen gewesen. Entsprechend gewissenhaft habe er sich auf Feierlichkeiten wie Taufe, Hochzeit oder Kommunion vorbereitet. „Und gestaltete diese immer individuell“, sagt sie.

Stets habe Drieling jedoch auch über den Tellerrand seiner Gemeinde hinausgeblickt und zu weltlichen Geschehnissen Stellung bezogen. „Wir wünschen, dass Sie Ruhe und Muße finden, gute Bücher lesen und sich Zeit zum Reisen nehmen“, wandte sich Heimann an Drieling. Abschließend wünschte sie ihm alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt.

Seit 13 Jahren
in der Gemeinde

Zur Verabschiedung im Gemeindehaus waren neben den Gemeindemitgliedern zahlreiche Vertreter der Alstedder Vereine und anderer Organisationen erschienen, viele von ihnen überbrachten Grußworte.

Drieling ist in Aachen geboren, studierte nach dem Abitur in Fulda und Münster katholische Theologie. Nach dem Studium war er zuerst in der Diözese Hildesheim tätig, es folgten weitere Gemeinden, wovon er die längste Zeit in Herrenhausen bei Hannover verbrachte. Vor 13 Jahren kam er dann nach Lünen.

Im Rahmen des Fusionsprozesses zur Großgemeinde St. Marien entschied das Bistum – gegen den Wunsch Drielings – seine Emeritierung zum 31. Oktober. IK/PiLi