Countdown für TV-Spiel startet mit Nachtschicht
11.11.2010 | 21:32 Uhr 2010-11-11T21:32:00+0100
Hagen.Nachtschicht in der Ischelandhalle: Wenn heute Abend die erst um 20.30 Uhr beginnende Handball-Drittliga-Partie des VfL Eintracht Hagen beendet ist, beginnt der Countdown für das Basketball-Erstliga-Spiel von Phoenix Hagen am Samstag an gleicher Stelle gegen Oldenburg (20 Uhr/live in Sport1) mit der Verlegung des Parkettbodens.
Am Samstag um 11 Uhr wollen die Korbjäger der Ewe Baskets Oldenburg an gleicher Stelle, wo am Abend gespielt wird, trainieren. Dass der Gast diese Gelegenheit bekommt, sehen die Regularien der Basketball-Bundesliga (BBL) vor. „Vielleicht würde es reichen, wenn man mit dem Parkett-Verlegen ganz früh am Samstag anfängt. Aber wir sind ja noch nicht so geübt“, begründete Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, warum Experten und Helfer schon heute Abend aktiv werden.
Noch nicht „so geübt“ in der BBL sind auch die meisten Spieler des Phoenix-Teams. Vielleicht mit ein Grund dafür, dass nach dem Super-Saisonstart drei der letzten vier Spiele verloren gingen. Und zwar immer, wenn es knapp war: In Bonn (102:103, gegen Trier (70:77) und zuletzt in Bayreuth (93:96). „Bei der einen oder anderen Aktion merkt man schon mal die mangelnde Erfahrung“, sind sich Herkelmann und Trainer Ingo Freyer einig. Andererseits erinnert Freyer daran, dass beim Start-Sieg in Tübingen die Partie in den Schlussminuten auch noch eng war.
Sitzplätze ausverkauft
Wenn das am Samstag in der „Ische XXL“ auch so ist, wäre das schon ein Erfolg. Denn Oldenburg, deutscher Meister des Jahres 2009 und aktuell Tabellendritter, geht als Favorit in die Partie. Louis Campbell zählt zu den besten Aufbauspielern der Liga, Rickey Paulding ist auf dem Flügel ein Top-Mann. „Und auf den großen Positionen sind sie fast überbesetzt“, findet Ingo Freyer. Der australische Center Aron Baynes ist mit 2,08 m und 122 kg Gewicht der größte und schwerste Baskets-Hüne, der serbische Flügelcenter Oliver Stevic mit 12,0 Punkten im Durchschnitt knapp vor Campbell (11,9) korbgefährlichster Oldenburger.
Gegen die tief besetzte Truppe von Trainer Pedrag Krunic wäre es umso wichtiger, „Zygi“ Jonusas nach seinem Muskelfaserriss wieder dabei zu haben. „Er wird umgezogen auf der Bank sitzen, letztlich muss er selbst entscheiden, ob es geht“, so Ingo Freyer, der nach einem Kurztrainingslager in Kaiserau ein sehr positives Fazit zog: „Wir hatten gute Bedingungen, haben konzentriert gearbeitet und viel geredet.“ Am Samstag im ersten „Fernsehspiel“ seit 2003 sollen Taten folgen. Die 2039 Sitzplätze sind ausverkauft, Stehplätze noch erhältlich.

08:28
Na Hauptsache die Aufbauarbeiten beginnen nicht schon während des Spiels (Handball)