CDU unzufrieden mit Brandschutzplan
20.06.2007 | 08:38 Uhr 2007-06-20T08:38:34+0200Hilchenbach. Einen Spitzenbeamten der Stadtverwaltung und langjährigen Mitarbeiter verabschiedete gestern Bürgermeister Hasenstab: Hans-Günther Zeigan.
Zeigan, zuletzt Leiter des Amtes "Zentrale Dienste" und zweiter allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, tritt in die Ruhephase der Altersteilzeit. Er begann im Februar 1978 in Hilchenbach, nach Tätigkeiten in Erkelenz, Rodenkirchen und Jülich.
Hans-Peter Hasenstab dankte für ihm für "gute, loyale Zusammenarbeit" sowie für großes Engagement. Für die Ratsfraktionen sprach Rudolf Hoffmann (UWG) Dank und Anerkennung aus: "Wir stehen ja alle schon einmal in der öffentlichen Kritik. Ich möchte Dir bescheinigen, dass Du im Laufe Deiner Tätigkeit sehr sach- und fachkompetent gehandelt hast." Eine sehr interessante Tätigkeit habe er in Hilchenbach gehabt, sagte Zeigan. "An Herausforderungen hat es bis zuletzt nicht gemangelt", erinnerte er an das letzte "gewaltige Paket", den Umbau der Schullandschaft.
Weniger erfreulich ging es dann für eine kurze Weile zu, als der Brandschutzbedarfsplan auf den Tisch kam. Denn Günter Meier stellte für die CDU den Antrag, einerseits im laufenden Jahr neben einen Einsatzleitwagen für Müsen auch einen für Hilchenbach zu beschaffen und andererseits den Plan zur erneuten Beratung in den Bauauschuss, dessen Vorsitzender Meier ist, zu verweisen. "Aus der Vorlage im Bauausschuss war nicht ersichtlich, wie die Beschaffung der Drehleiter für den Löschzug II/Dahlbruch im Jahre 2012 finanziert werden soll." Durch einen "unglücklich formulierten, positiv beschiedenen Antrag" sei die Verwaltungsvorlage in den Rat weitergeleitet worden; eine "abschließende Beratung" jener Seiten, die die Fahrzeugbeschaffung behandeln, sei nicht erfolgt.
Helmut Kaufmann (SPD) ließ sich nicht beirren und wies auf die Vorberatung und "vorbildliche Zusammenarbeit" mit der Feuerwehr hin: "Wir beantragen, den Brandschutzbedarfsplan so zu beschließen." Der Vorsitzende eines Bauausschusses habe "zu moderieren und keine große Reden zu schwingen", hielt Klaus Stötzel (SPD) Günter Meier vor, indem er auf einen ausführlichen Vortrag Meiers im Ausschuss hinwies.
Dass ein Ratsmitglied, erst recht der Vorsitzende eines Ausschusses, auch Anträge stellen und eigene Vorstellungen einbringen dürfe, warf hörbar verärgert Dr. Hans Christhard Mahrenholz (FDP) ein. "Wir sollten über die Vorlage so beschließen" fand Rudolf Hoffmann (UWG). So geschah es auch, bei sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Den Änderungsantrag der CDU lehnte die Mehrheit des Rates zuvor gegen 11 Stimmen ab.

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