Buntes Fest zum Schacht-Jubiläum geplant

Pförtnerhaus Heeren
Pförtnerhaus Heeren
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Vor 125 Jahren wurde der Schacht II der Zeche Königsborn in Heeren-Werve abgeteuft. Die Planung für das Jubiläumsfest laufen derzeit auf Hochtouren. „Es soll eine Veranstaltung von Heerenern für Heerener werden“, betont Alfred Supper vom Fachbereich Kultur.

Heeren-Werve. . Vor 125 Jahren wurde der Schacht II der Zeche Königsborn in Heeren-Werve abgeteuft. Die Planung für das Jubiläumsfest laufen derzeit auf Hochtouren. „Es soll eine Veranstaltung von Heerenern für Heerener werden“, betont Alfred Supper vom Fachbereich Kultur. Deshalb seien auch maßgeblich die örtlichen Vereine für die Planung und Durchführung der Veranstaltung verantwortlich.

„Das Jubiläumsfest wird am 7. und 8. Juli auf dem Gelände des Pförtnerhauses stattfinden“, gibt der Hauptverantwortliche Jörg Theiss vorab bekannt. Angedacht ist ein umfassendes Programm. Neben Auftritten der Frohsinn- und Männerchöre ist eine Ausstellung mit Bergbau-Utensilien im Pförtnerhaus sowie der Aufbau eines Schau-Stollens (Modell eines echten Stollens) geplant. Im Rahmen der „Summer life“-Veranstaltungsreihe wird an diesem Juli-Wochenende auch die Coverband „Crossroads“ beim Jubiläumsfest auftreten.

Ein besonderes Ausstellungsstück hat die Heerenerin Anja Schulz extra für die Jubiläumsfeier angefertigt. „Ich habe verschiedene Gedichte verfasst, die sich alle mit dem Thema Bergbau beschäftigen, und zu einer Collage verarbeitet“, beschreibt die Hobby-Autorin ihr Werk. Eins der Gedichte sei bereits anlässlich der Schachtzeichen-Aktion entstanden und habe einen würdigen Platz in der Collage gefunden.

„Mein Vater war selbst Kumpel“, erklärt die Heerenerin ihren Bezug zum Bergbau.

Auch wenn in Heeren-Werve keine Kohle mehr abgebaut wird, so hat der Schacht doch eine lange Geschichte: „1887 erfolgte der erste Spatenstich durch den Industriellen Friedrich Grillo“, erläutert Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß. Ursprünglich habe der Schacht den klingenden Namen „Gottes Segen Unverhofft“ getragen, dieser habe sich aber nicht durchsetzen können. 1890 wurde der Schacht unter dem weniger klangvollen Namen „Schacht II Heeren-Werve“ in Betrieb genommen und im Jahr 1969 schließlich aufgegeben und verfüllt.